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Daß auch die ohnehin gegen ihre Könige nie treu gesinntenaustralischen Barone sich gegen Dagobert empörten und ihn nebstseinem Söhnchen Sigbcrt meuchelten (678), soll gleichfalls aufAnstiften Ebroins geschehen sein. Der heil. Wilfrid fiel aufder Rückreise von Rom nach seinem Sitze in Lothringen einemder wider Dagobert Verschwornen in die Hände, welcher ihnzornig anfuhr: Du hast uns diesen König ohne Glauben undMuth, diesen Zerstörer der Städte und Beflecker unseres Ruhmes,diesen Roboam, der das arme Volk auösaugte, geschickt! SeinSchicksal hat ihn ereilt und du wagst cS noch, dich auf fränki-schem Boden blicken zu lassen?! Wilfrid entgegnen: Ichhabe den Flüchtling mir Liebe aufgenommen und zu bilden ge-sucht, damit er ein Tröster der Bürger, ein Unterftützer der Ar-men, ein Schirmer der Kirche Gotteö werden möchte. Hättestdu anders gehandelt? Der Verschworne, ein Bischof, wie derErzähler (Eddi, ein Zeitgenosse) hinzufügt, habe, durch dieseWorte besänftigt, den Heiligen mit der Bitte um Verzeihungund dem Wunsche entlassen: Der Herr sei mit Euch und der h.Apostel Petrus Eure Hülfe! Die australischen Barone unterwar-fen sich jedoch nicht dem Theoderich oder vielmehr seinem Ma-jordom, sondern bestellten zwei ihrer vornehmsten Herzoge zuRegenten, nämlich die beiden Abkömmlinge des Palastmaiers Ar-nulf: Martin, Sohn Clodulfs, der als Bischof von Metzgestorben, und Pipin von Heristall, den Sohn deö Herzogö An-segisel und durch seine Mutter Begga Erbe der großen Güterihres Vaters Pipin. Ebroin aber, damit diese Umwälzungnicht auch Neustrien ergreifen und der Aristokratie den Sieg ver-schaffen möchte, griff zu den Waffen, besiegte die Austrasicr beiLufao bei Toul und zwang Pipin zum Rückzüge; Martinaber, der sich in die feste Stadt Laon geworfen, wurde heraus,gelockt, und trotzdem ihm feierlich Sicherheit versprochen worden,mit den Seinigen niedergehauen (680).
Die merovingische Monarchie schien nun gerettet und die Hege-monie des westlichen Frankreich wieder hergestellt. Es war nunnoch die Wiedervereinigung der drei Reiche zu bewerkstelligen,als der Mann deö Schwertes und der Rache selbst vom Schwertund der Rache ereilt wurde, indem ihn Ermanfried, einFiScus-beamrer, den er wegen Unterschlagung hatte streng bestrafen lassen,ermordet, da er in der Fasten (681) in einer Sonntagsnacht zurMette sich in die Kirche begibt. Da wir sein Leben und seine