Band 
Fünfter Band.
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lich beschränkte sich auch die königliche Machtvollkommenheit dar-auf/ König zu heiße«/ auf einem goldenen Stuhle ohne Rück- undArmlehne zu sitzen / Bart und Haar nicht zu scheercn und denSchein der Souveränetät zu besitzen. Zwar empfing der Monarchdie fremden Abgesandten und antwortete ihnen/ aber nur wasihm vorgeschrieben war. Der Majordom warf ihm ein bestimmtesEinkommen aus/ außer welchem er nichts besaß/ als ein kleinesLandhaus nebst einigen Ländereien und kaum so vielen Sklaven/als er zu deren Bestellung und seiner Bedienung brauchte. Hierlebte er Jahr aus Jahr ein und nur im Monat Mai ward er/wie ein altes Schaustück/ hervorgezogen. Alsdann bestieg er einenmit Ochsen/ die ein Sklave mit der Stachel antrieb/ bespanntenWagen und erschien in der Versammlung der Herren/ angethanmit dem blauweißen Mantel in Form einer Dalmatika/ auf beidenSeiten abgeschnitten/ vorn bis auf die Füße fallend/ hinten nach-schleppend / auf dem Haupte trug er einen Goldreifen mit einerDoppelreihe von Edelsteine»/ in der Hand einen goldenen/ an derSpitze mit Edelsteinen besetzten Stab * *). Er empfing das jähr-liche Geschenk und kehrte alsdann auf seinen Maierhof zurück.Alles/ was den Staat in seinen innern und äußern Beziehungenbetraf, ward vom HauSmaier besorgt/ der in des Königs Namenregierte.

Als Theodorich starb (694)/ verlieh Pipin die Kroneseinen Söhnen Chlodwig II und nach dessen frühzeitigem Tode(695) CHildebert 11L; sodann dem Sohne des letztem, Da-gobert III (711). Der Majordom benahm sich mit weiser Rück-sicht und Freundlichkeit wider die neustrischen Barone und ließGrimoald, seinen Sohn, Berthars Wittwe, Anstrude, zumWeibe nehmen, wie er überhaupt durch Heirathen und durchGlaubenssendboten seine Gewalt zu befestigen suchte. Austrasienmachte er zum Mittelpunkte der Regierung, deren Sitz Köln oderSchloß Heristal bei Lüttich war und setzte nach Paris Norbertund später Grimoald als Palastmaier, die jedoch nur nach sei-nen Befehlen zu handeln hatten. Uebrigens hatten mehrere Großenund Vasallen nur darum Pipin beigestanden, um mit ihm zu

bore, äomigue inorari, «t Irnl. »inii praosillere eoram tot» xento, ot8aluts.ro illo8, et «slutsri sb illis. Ilist. Alisvells.

*) So erscheint der König im Ceremonie! der im Jahr 6V3 nach Valen-cienneS berufenen Volksversammlung.