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hatte und vielleicht ein Sohn deS Thüringerherzogs Rudolf undStiefsohn der h. Bilichildis war. Als er jedoch den Fürstenveranlassen wollte, sich von seiner Kebse und seiner Schwägerin,Geilana, zu trennen, ließ diese ihn nebst seinem Genossen, demPriester Coloman (Kolonat), und dem Diakon Totnan er-morden.
Es ist unS nicht vergönnt, der großen, aber verborgenen Thä-tigkeit dieser Lehrer ohne Stolz, dieser Wohlthäter ohne irdischeHoffnung, dieser anspruchslosen Märtyrer zu folgen. Die Ge-schichte würdigt ste nur selten ihrer Beachtung, gleichwie der be-scheidene Bach, welcher Fruchtbarkeit über die Gefilde verbreitet,nicht einmal einen Namen hat.
UebrigenS war eS von Karl Martell an fränkische Politik,die Missionen zu befördern, welche zum Zweck hatten, die unruhi-gen Nachbarn der Gallier in gesittete Völker umzuwandeln, abge-sehen davon, daß die Wiederherstellung deS abendländischen Kaiser.thumS hervorging aus der Verbindung der Kirche mit der vonden Hausmaiern ausgeübten Gewalt, zu welcher Wiederher-stellung eineStheilS die eben erzählten Ereignisse, deren Schauplatzdas Frankenreich war, anderseits diejenigen Begebnisse beitrugen,welche am Mittelpunkte der Kirche vorfielen, worauf wir jetzt un-sere Aufmerksamkeit zu richten haben.
Neuntes Kapitel.
Die Japste. — Die Langobarden.
Ebensowenig wie das Frankenreich besaß Italien festbegrün-dete bürgerliche Einrichtungen. Die Langobarden hatten im erstenAnsturm der Invasion einen großen Theil der Halbinsel einge-nommen, aber wenn die Vertheilung ihrer Eroberung unter meh-rere Herzoge ihrer Begründung fester Niederlassungen günstig war,so hinderte dieselbe doch auch, diese Eroberung zu vollenden. Dader König ohne Erbrecht unter diesen Herzogen gewählt wurde,war eine Revolution bei jeder Thronumwälzung die Folge und in-dem die übrigen Herren für den einen oder andern Kronbewerber