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geheure Vergrößerung nach Außen bei. Vermöge der ihr selbst inentfernten Gegenden zugewandten reichen Schenkungen war dieKirche einer der ersten Eigenthümer in den neuen Königreichen/wo der Bodenbesitz die Quelle der politischen Autoritär war. Dieneuen Kirchen/ welche sich nicht rühmen konnten/ der römischenKirche gleich oder nur nahe zu kommen hinsichtlich des Altersoder der apostolischen Autorität/ beugten sich vor den Päpsten inDemuth. Da sodann die Bekehrungen ein Werk der Sittigungwurden und so viel als möglich die gegründeten Königreiche vorden Invasionen von Außen bewahrten / stieg die Verehrung fürdie Päpste/ nicht blos wegen der geistlichen Suprematie/ sondernauch wegen der zeitlichen Interessen.
Sab iniau, der Nachfolger (004) des großen Gregor/dessen Apokrisiar zu Constantinopel er gewesen / nahm kein Bei-spiel an der großherzigen Wohlthätigkeit seines Vorgängers; viel-mehr/ statt dem Volke Getreide zu spenden/ ließ er dasselbe aus-kaufen/ um es mit Vortheil wieder abzusetzen. Da nun die Armeneinen Tumult anstifteten und riefe»/ er möge denen nicht dasLeben rauben/ die Gregor so oft genährt habe/ entgegnen erihnen vom Balkon herunter: Schweigt! Hat Gregor euch be-schenkt/ um euer Lob zu erkaufe«/ so sagt es mir nicht zu/ euchum diesen Preis zu füttern! Diese Worte waren nicht blos durchden Geiz/ sondern durch den Neid eingegeben/ der ihn sogar dazuantrieb/ seines Vorgängers Schriften vernichten zu wollen. Ihmfolgte (607) Bonifacius 111/ der gleichfalls Apokrisiar undDiakon gewesen; überhaupt wurden die Päpste häufiger aus denDiakonen alö den Priestern gewählt/ weil jene/ mit deren Amteine weltliche und geistliche Verwaltung verbunden war/ mehrMittel zur Verfügung hatte»/ die Aufmerksamkeit auf sich zu zie-hen. Er räumte jedoch bald (608) den päpstlichen Thron dem zuValeria im Morgenlande gcbornen Bonifacius IV ein. Gleichseinem Vorgänger hatte er vom Kaiser P h okaö erlange/ daß diePatriarchen von Constantinopel der Bezeichnung ökumenisch ent-sagten ; er ließ sich von ihm daö Pantheon AgrippssS einräume«/welches er/ nachdem er eS von den Spuren des Götzendienstesgereinigt/ der h. Jungfrau Maria und allen Märtyrern weihte.Bei dieser Gelegenheit wurde das Fest Allerheiligen eingesetzt.
Irrthum des Honvrüls. 625.
Nach dem Römer Deodat (615) und dem Neapolitaner