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der „christliche und katholische König der von Gott geliebtenLongobarden" nennt. Unterrichtet / daß zwei Gasindcn sich mireinem Anschlag wider sein Leben trugen / ladet er sie zu seinerJagd/ tritt mit ihnen bei Seite und hält ihnen hier ihre vcr-rätherische Absicht vor/ worauf er seine Waffen mit den Wortenzu Boden wirft: Hier ist euer König/ verfahrt mit ihm/ wie eseuch gefällt. Durch solch kühnes und großmüthiges Verfahrenbesiegt / werfen sich beide zu seinen Füßen nieder; er aber ver-zeiht ihnen nicht blos/ sondern überhäuft sie mit Wohlthaten.Auch gegenüber der Kirche bewahrte er eine weise Haltung/ be-stätigte ihr das Geschenk AribertS H/ welcher ihr Güter in denkottischen Alpen überwiesen/ und ließ die Reliquien des h. Au-gustin aus Sardinien nach Pavia bringen. Als er aber dieOrdnung wieder hergestellt/ sich des Gehorsams der Vasallen ver-sichert und alle Keime des Bürgerkriegs ausgerottet hatte/ nahmer auch den Plan seiner Vorgänger wieder auf/ die Griechenaus Italien zu verjagen, um das ganze Land unter seinen Ge-setzen zu vereinigen. Und es fügte sich, daß ihm dazu eine gün-stige Gelegenheit geboten ward.
Wir haben berichtet/ daß/ als Papst Gregor Einspracheerhob wider das ikonoklastische Auftreten des JsaurierS und derExarch Paulus den Befehl erhielt, den Papst abzusetzen, dieserüber den Kaiser die Excommunieation verhängte (726) und andie Langobarden, Veneticr, an die vornehmsten Städte und Her-zoge Schreiben erließ, deS Inhalts, fest zu bleiben im Glaubenund gottlose Neuerungen nicht zu dulden. Die Folge war, daßdie Longobarden dem Paulus den Durchzug verwehrten, daßdie Einwohner von Ravenna wider den Jkonoklasten aufstandenund den Exarchen wie alle Feinde der Bildervcrehrung erschlugen,daß die Neapolitaner sich gleichfalls empörten und daß deren Her-zog Exilararus, welcher nach Rom gekommen, um den Papstzu ermorden, sammt seinem Sohne von den Römern ermordetwurde, die aufgestanden waren, um in der Person des h. VaterSihre Religion und ihre Freiheit zu schützen, und den griechischenStatthalter aus der Stadt jagten (728). Der Aufstand verbreitetsich mit Blitzesschnelle durch daS ganze kaiserliche Italien voneinem Ende bis zum andern; die Standbilder des JsaurierS wer-den gestürzt, alle Städte verwerfen jede Verbindung mit den ohne-hin wegen ihrer Tyrannei gehaßten, ihrer Schwäche verachteten,ihrer ketzerischen Gesinnungen verabscheuten Griechen, verjagen