Band 
Fünfter Band.
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gelehrt, im Glücke nicht übermüthig zu werden. Sein SohnKunibert (686) besaß jedoch nicht seine Klugheit/ wo sie sonothwendig gewesen/ da die Ruhe des Reiches von Parteien fürund gegen die bayerischen Fürsten getrübt wurde; die nächsteFolge war/ daß die Herzoge von Bcnevem und Spoleto sich völligunabhängig machten; AlachiS/ der Herzog von Brcseia/ bemäch-tigte sich sogar des königlichen Palastes und hielt Kunibertauf der kleinen Insel Comacina eingeschlossen/ bis diesen Freundebefreiten/ worauf er seinen Gegner zum Zweikampf forderte. DaßAlachiS den Kampf nicht annahm/ entfremdete ihm viele An-hänger und sein bald darauf erfolgender Tod sicherte Kunibertden Sieg und die Krone. Er trug sie zwölf Jahre lang undhinterließ sie (701) seinem unmündigen Sohne Luitpert/ derjedoch bald von Ragimpcrt -- dem Sohne dcS von KönigGundebert erschlagenen Aribert / welcher als Kind geflüchtet/später heimgekehrt war und vom guten Kunibert das HerzogthumTurin erhalten hatte — verdrängt und ermordet wurde; jedochauch dieser starb bald und ihm folgte sein Sohn oder Bruder/ dergrausame Aribert II/ welcher gegen die Familie des von Kuni-bert zum Vormund seines Sohnes und Regenten bestimmtenedlen Ansprand wüthete. Dieser selbst aber war zu den Bayernentflohen/ kehrte mit ihnen zurück und besiegte (712) den Ari-bert/ welcher ertrank/ als er durch den Ticino waten wollte. Erwar der letzte Agilolfinger in Italien. Er soll verkleidet umher-gegangen sein/ um sich zu überzeugen/ wie man über ihn urtheile/und dergleichen Sonderbarkeiten mehr zur Schau getragen haben;er mag auch verstanden habe»/ Schätze zusammenzuraffen/ keines-falls aber Einigkeit in seinem Reiche zu erhalten und sich bei denUnterthanen beliebt zu machen.

Lullprand. 713.

Ansprand ward/ obgleich er kaum 55 Jahre zählte/ nach kaumviermonatlicher Regierung aus dem Leben abgerufen; ihm folgtesein Sohn Luitprand/ welcher in 32jähriger Regierung derlongobardischen KöniaLmacht neuen Glanz verlieh. Zunächst rich-tete er sein Augenmerk dahin/ im Innern die völlig loS gewordenenZügel strammer anzuziehen und scheute selbst Hinrichtungen nicht/um den immer auf'S Neue sich aufbäumenden Trotz der Herzogezu beugen. Mit den Franken und Avaren unterhielt er ein gutesEinvernehmen und gab weise Gesetze/ in deren Eingang er sich

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