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mehrere Verwaltungsbezirke unter fränkischen Grafen und legtean der Dordogne eine Beste an (Fronsac), deren kleine australischeBesatzung fortan genügte/ das durch anhaltende Kriege erschöpfteLand ruhig zu erhalten.
Karl/ welcher jetzt fein 25. Lebensjahr vollendete/ hatte imKriegslager und in der Verwaltung Austrasienö eine gute Schuledurchgemacht. Von hoher Gestalt und dem würdevollsten Aussehen/klarer Gesichtsfarbe und einer den stärksten Anstrengungen ge-wachsenen körperlichen Kraft/ besaß er eine große geistige Lebhaf-tigkeit und Leutseligkeit/ verlor nimmer seine Gelassenheit im Glückwie Unglück/ bekundete eine lautere Frömmigkeit und war fernerein Freund der Wissenschaften/ sowie selbst in Allem unterrichtet/waS man zu seiner Zeit wußte. Wenn in einer Zeit/ wo die so-cialen Einrichtungen noch nicht fest gegründet sind und ein Jedersich des größtmöglichen Antheiles an der Gewalt/ dessen er nurhabhaft werden kann/ bemächtigt/ ein Mann kräftigen Wesens,fest in seinen Entschlüssen, unverrückt die Bahn verfolgend, welcheer sich einmal vorgezeichnet, den Thron besteigt: so theilt sich leichtsein Geist dem Ganzen mit; die sich wider ihn Auflehnenden wer-den zu Boden geschmettert, die Unzufriedenen müssen sich begnü-gen , im Geheimen zu murren; die Thatkräftigen aber werdenWerkzeuge in dieser starken Hand, die nur nach den Eingebungender Weisheit handelt. So war Karl und wohl mag vorzugsweisein seiner Persönlichkeit das Geheimniß des ungeheuren Einflusseszu suchen sein, welchen er auf seine Zeitgenossen ausübte.
Karlmann dagegen wird als einer jener mittelmäßigen Men-schen geschildert, welche die Ueberlegenheit Anderer verbittert undargwöhnisch macht, so daß sie, in ihrem Mißtrauen gegen Begab-tere, sich blindlings Solchen anvertrauen, die weder in geistigernoch in sittlicher Beziehung eö verdienen. Diese Letztem und na-mentlich der vom arglistigen Longobardenkönig bestochene HerzogAutchariuS suchten ihn wider seinen Bruder feindselig zu stim-men und er lieh ihren Einflüsterungen willig sein Ohr, denn erschmiedete sogar Pläne wider Karls Leben. Kam eS nicht zumoffenen Kriege zwischen den Brudern, so war dies lediglich dasVerdienst ihrer Mutter, Bert r ade. Karlmann starb übrigensbald (771) und hinterließ — er hatte sehr jung, kaum im 17.Jahre, sich vermählt — zwei Knäblein. Da jedoch die germanischeSitte kein Erbrecht der Fürsten anerkannte und die königlicheWürde als ein Amt, eine durch freie Wahl verliehene Magistra-