Band 
Fünfter Band.
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Tode deS Papsts Paulus (768) vereinigten vier Bruder auspatrizischer Familie, von denen der eine Herzog Toto von Nepiwar, ihre Waffengesolge (sukvln«), erzwängen, daß einer von ih-nen, Namens Conftantin, der sogar noch Laie war, zum Papsteausgerufen wurde und daß Bischof Georg von Palästrina ihmdie Weihen gab, worauf ste ihn nach dem Vatikan führten undvom römischen Volke den Treuschwur leisten ließen. Der Ein-dringling bemühte sich, die Gunst Pipins, der noch am Lebenwar, zu gewinnen, indeß war dieser wegen dcö aquitanischenKriegs verhindert, sein Augenmerk auf Italien zu richten. Dochaber blieb Constantin nicht lange in der usurpirten erhabenenStellung. Der PrimiceriuS Christophor mit seinem SohneSergiuS, einem kirchlichen Würdeträger, entwich unter demVorgeben, in ein Kloster zu gehen, zu den Longobarden nach Unter.Italien und beanspruchte deren Hülfe, um Constantin aus demVatican zu jagen. TheodiciuS, der Herzog von Spoleto, ergriffdiese Gelegenheit, um mit Gutheißung des DesideriuS eine Ab-theilung Krieger unter einem gewissen Valdipert abzusenden,der stch gerühmt, die Stadt mit Leichtigkeit in seine Gewalt zubekommen. Wirklich ward auch Rom eingenommen, Toto, derzur Vertheidigung herbeigeeilt war, erschlagen und der Papst mireinem andern Bruder, Namens Passivus, gefangen genommen.Mitten in der Verwirrung dcS Kampfes holt Valdipert einenPriester aus einem Kloster hervor und ruft: Seht da Papst Phi-lippuS! Der h. Petrus selbst hat ihn gewählt.

Nun aber durchschaut auch Ch ristophor die Pläne der Lon-gobarden und bildet eine zahlreiche Partei wider den Neugewähl-ten, der abgesetzt wird; statt seiner wird der Siciliancr Ste-phan III (oder IV) in kanonischer Weise gewählt. Eine in derBasilika deS h. Johannes im Lateran versammelte Synode (760)spricht auch über Constantin die Entsetzung aus. Des Augen-lichts beraubt, erscheint er vor den Vatern, ihr Mitleid anstehendund seinen Fehltritt gestehend. Nichts desto weniger wird er mitRüchen geschlagen und zur lebenslänglichen Buße verurtheilt;zugleich erklärte das Concil die Akten seines Pontifikats für nullund nichtig, so wie die Ungültigkeit der Weihen der vom After-papst ordinirten acht Bischöfe, auch deren Funktionen sollten un-gültig sein, die Spendung der h. Taufe und Firmung abgerechnet.Ferner ward wegen des Verfahrens bei der Papstwahl beschlossen:kein Laie sei wählbar (auch zum Bischof), jeder Candidat müsse