Band 
Fünfter Band.
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Nationen das erste Beispiel einer regelmäßigen Regierung undbestand lange ohne innere Unruhen und ohne Bürgerkrieg. ESendete einsam und erschöpft, nicht aber ohne ein freundliches An-gedenken selbst bei denen, die ihm unterthänig gewesen, zurückzu-lassen. Vor der Völkerwanderung zahlte das Land der Veneterbereits 50 Städte und erstreckte sich von Pannonien bis zur Addaund vom Po bis an die rhätischen und julischen Alpen. Da dieseStädte zunächst den Einfällen der Nordländer ausgesetzt waren,büßten sie ihren Wohlstand ein und sodann verbrannte AttilaAquileja, Coneordia, Oderzo, Altino, Padua. Die Bewohner vonEuganea und Venetien, welche vor der Geißel GotteS flohen, such-ten eine Zuflucht auf der Insel Uiv« ^It« (Uirckto) und der na-hen Jnselchen (421). Als der Sturm vorüber war, zogen Vieledieses Adoptivvaterland ihrer verödeten Heimath vor und ergabensich einer diesen Küsten angemessenen Thätigkeit, indem sie mitHandel, Fischerei, Schifffahrt auf den italienischen Flüssen undSalzbereitung sich beschäftigten, um hiedurch das Brod zu gewin-nen, wofür sie Getreide nicht bauen konnten. Sie waren bereitsHerren der Insel, als beim Falle des römischen Reiches, sodannbei der Ankunft der Gochen und noch mehr bei dem Erscheinender Longobarden neue Flüchtlinge hinzukamen, um auf diesen In-seln der Knechtschaft zu entgehen. Natürlich gewährten die frü-hern Bewohner den neuern Ankömmlingen nicht alle bürgerlichenund politischen Rechte und so bildete sich eine Aristokratie nichtdes Blutes oder -er Eroberung, sondern kraft eines sehr recht-mäßigen Besitzrechtes. Als der Sitz deS Reiches nach Constantino-pel verlegt wurde, lockerten sich durch die Entfernung die Bezie-hungen der Venetier zum Reiche und eS dürfte schwierig sein, zubestimmen, in wie weit sie von den Nachfolgern Zeno' s abhän-gig waren; wahrscheinlich beschränkte sich dieses auf die Huldi-gung, wodurch sie einigen Schutz gegen die Nachbarn und denbevorrechteten Handel mit dem Osten gewannen. Und da alleNationen an ihren Ursprung erinnern, wie Rom kriegerisch,Sparta strenge, Athen fein gesittet, Florenz unruhig war,bewahrten die Venetianer stets den Stempel ihrer frühern Ge-schichte; sie blieben wenig kriegslustig, trieben Handel und hatteneine Munizipalverfassung, auf den Inseln wie vordem auf demFestlande. Heraclea war der erste Sitz der Regierung. Sie hieltenVolksversammlungen zur Berathung der gemeinsamen Interessenund zur Ernennung der jährlichen Magistrale, wie eines Tribuns