Band 
Fünfter Band.
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Sachsen bestellt/ der seinen Sitz da gründete/ wo einst die Irwin-säule gestanden.

Jedoch hatte nicht die ganze Nation zu Paderborn sich unter-worfen; Wittekind/ einer der tapfersten und angesehenstenEdelinge/ war mit vielen Edclingen und Freilingen/ die gleichihm einer fremden Herrschaft und einem fremden Glauben sichnicht unterwerfen wollte«/ zu dem Dänenfürssen Sigfrid nachJütland entflohen; aber als Karl im folgenden Jahre über diePyrenäen stieg — weil die Sarazenen durch die Niederlage imThale v. Roncevall crmuthigt auf neue Unternehmungen sannen —kehrte Wittekind in die Heimath zurück/ und die bloße Erschei-nung dieses Helden/ auf den Hermanns unerschütterlicher Muthund glühende Vaterlandltebe sich vererbt zu haben schien/ machte/daß die Sachsen Niederlagen und Schwüre vergaffen. Kirchenund Klöster gehen in Flammen auf und von der Elbe bis zurLippe droht der Tod den christlichen Priestern / den AnhängerndeS Kreuzes. Witte kind verheert Thüringen und Hessen/ dringtan den Rhein bis nach Dcutz vor/ dessen Ftammen das gegenüberliegende Köln in Schrecken setzen/ und stromaufwärts bis zurMoselmündung. Die Friesen stehen gleichfalls auf und bald sinddie Franken in ihren eigenen Gebieten von einer allgemeinen Em-pörung der germanischen Völker bedroht. Da sendet Karl dieAlemannen und Franken wider die Sachsen/ welche sie bis nachHessen zurückwerfen und bei Badenfetd in die Flucht schlagen/während er selbst umfassende Vorbereitungen zum EntscheidungS-kriege trifft. Bald (779) erscheint er an der Spitze seiner Pala-tine und bei Bocholr an der Aa schlägt er die Westfalen aufsHaupt; Wittekind flüchtet abermals zu den Dänen. Nun bit-ten die drei Nationen diesseits der Elbe um Frieden/ der ihnen,auf der Versammlung zu Orhaim (Orum an der Ocker) gewährtwird (780); aber Karl hatte nun hinreichend erfahren/ daß derSachsen Schwüre und Taufe nicht genügten/ sie im Gehorsamzu erhalten/ daß vielmehr die Macht der Edelinge und die Kraftder Nation völlig gebrochen werden müsse. Er verlangt daher/daß viele Freilinge und Lassen als Pfänder für die Unterwürfig-keit der übrigen über den Rhein ziehen und daß 10/000 Familienin den verödeten Gegenden von Belgien — über welche Marsch-gegenden Lyderich/ Graf von Harlew/ wachte — und Helvctiensich ansiedeln. Die Zurückbleibenden werden ihrer Volksversamm-lung und ihrer nationalen Richter beraubt/ statt derer ihnen

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