Band 
Fünfter Band.
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ihn im Kloster Sr> Sylvester einkerkerten; aber Vinigises/Herzog von Spoletv/ eilte herbei und befreite den Papst/ welcherKarl'n von dem ihm Widerfahrenen Kunde gab und selbst überdie Alpen ging. Er erschien zu Paderborn bei dem Maifclde/ wodie neubekehrten germanischen Edeln mit einander wetteiferten/dem Vater der Kirche/ zum Erstenmale in einer ihrer Versamm-lungen gegenwärtig/ Ehrerbietung zu bezeigen. Daher trug auchdie Reise Leo's nicht wenig dazu bei/ daö päpstliche Ansehen inDeutschland zu vergrößern. Der König gelobte dem Papste/ ihmGerechtigkeit zu verschaffen und ließ ihn von Edeln und Prä-laten nebst acht Bevollmächtigten zu Untersuchung des Attentatswider den h. Vater und zur Vorkehrung von Maßregeln für seineSicherheit zurückbegleiten *).

Von den Hellebarden der Sachse«/ Friesen/ Longobardeii/Franken beschützt/ vom Jubel des Klerus/ ScnatS und Volks em-pfangen/ hielt Leo einen triumphirenden Einzug in Rom. Nach-dem sein Ansehen völlig wiederhergestellt war/ trat Karl selbstseine Reise nach der ewigen Stadt an/ die er mit Wintersanfangerreichte. „Es war der letzte Sonntag nach Pfingsten. Schonaußerhalb der Mauern wird der König und sein stattliches reist-ges Gefolge von verschiedenen Schaaren / die mit ihren Fahnensich aufstellen/ empfangen. Auf den Stufen der St. Peterskircheharret Papst und Klerus. Karl/ vom Pferde gesprungen/ steigtsie hinan/ zum andern Mal in der Kleidung des römischen Patri-ciers/ begrüßt mit Psalmen und Lobgcsängen. Freudentage warenfür Rom aufgegangen. Am ersten Advent-Sonntage fand in derSt. Peterskirche um Papst und König die glänzendste Versamm-

*0 „Was in ihren vertraulichen Gesprächen verhandelt worden, verschweigtdie Geschichte; es möchte aber kaum zu bezweifeln sein, daß Karl demPapste seine Absicht (die Byzantiner völlig aus Italien zu vertreiben?)im Allgemeinen eröffnet, und daß der Papst, die Noth erwägend, in wel-cher er sich befand, versprochen habe, die Absichten des Königs in allerWeise zu fördern." Luden. „Daß Karl recht dringend und persönlichvom Papste gebeten sein wollte, sich der Noth Italiens und Roms mitKraft anzunehmen, beweiset genügend Leo III Erscheinen in Deutschland,sowie daß Karl Bedingungen setzte oder doch Wünsche äußerte. Redeteer nicht von der Kaiserwürde, so that es etwa ein Vertrauter, und derPapst versicherte dagegen im Vertrauen, daß ein solcher Kaiser und ober-ster Schirmvogt der Kirche ihm und den meisten Römern der willkom-menste. Das Weitere verstand sich von selbst (?)." Damberger.