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beherrschten, wie nach einander die Hiong-nu, die Türken, dieTo-po, die Uuan-yuan, die Chitan, die Yon-tschi, die Mongolen,die Mandschu; vorerst siegten indeß häufiger noch die Chinesen,trieben die Barbaren zurück, verfolgten sie bis in ihre Wüsteneienund erlangten durch eine einzige Schlacht ungeheure Strecken,die stets dem ersten besten Eroberer gehörten. Freilich konntendie Chinesen diese Eroberungen nicht behaupten, aber durch ihregroßen Züge erlangten sie die Kenntniß neuer Länder. Ihre Un-ternehmungen nach dem kaöpischcn Meere hin scheinen zum Zweckgehabt zu haben, Handelsverbindungen mit den Römern zu er-möglichen durch Befreiung der von den Äsen (Nephraliten?) ge-hinderten Schifffahrt und Transportirung der Rohseide auf die-sem Meer. Ein solcher Verkehr war für Europa äußerst wichtig,namentlich wegen der Seide; auch muß wohl das Serica derRömer an der westlichen Grenze China's gesucht werden, und soweit mögen Römer gekommen sein.
Den Erzählungen der Perser vollen Glauben bcimessend, dach-ten sich die Chinesen daS römische Reich als ein Wunderland,regiert von überaus mächtigen Fürsten, mit einer ungeheuer großenHauptstadt und höchst weisen und tugendhaften Einwohnern. Dasie auf allen ihren Zügen nur Völker angetroffen, die auf einergeringern Stufe der Civilisation standen, nannten sie jenes ReichTa-tsin, d. h. Großchina, und bildeten sich ein, alles Gute undSchöne in allen Ländern stamme auS diesem Ta tsin, von dem unddessen Bewohnern ihre Bücher berichten: „Man prägt daselbstgoldene und silberne Münzen. Sie treiben zur See Handel mitPersien und Indien, wobei sie 10 vorn 109 gewinnen. Sie sindübrigens redlich und gerecht und haben nicht zwei Preise für dieWaaren. DaS Getreide ist wohlfeil und ungeheure Summen sindim Verkehr. Erscheinen fremde Gesandten an den Gränzen, sofinden sie Wagen auf Kosten des StaateS, und in der Hauptstadtangekommen, erhalten sie Geld zur Bestreitung ihrer Bedürfnisse.Sie wünschten sehr, von uns die rohe Seide zu erhalten, weilsie sehr fein zu weben und vortrefflich zu färben verstehen, aberdie Äsen wollten dies nicht zugeben, um nicht den Nutzen zu ver-liere», welchen die Verarbeitung ihnen gewährt." Nach den chi-nesischen Schriften war (166) ein Gesandter des Königs An-tun (An ton in) von Ta-tsin am Hofe Heran-ti'S erschienenund hatte die Reise zur See und durch Djy-nan (Tonking) ge-macht. Die Geschenke, welche er überbrachte, fand man jedoch