Band 
Fünfter Band.
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die Hiong.nu drohend wieder und auch die Uiguren kehrten ihreWaffen wider die Chinesen; allein diese erfochten neue Siege,und es scheint, daß nun die nördlichen Hiong.nu sich mehr nachWesten zurückzogen, gegen den Ural und das kaöpische Meer hin.O-ti war der erste Monarch, welcher den Eunuchen hohe Wür.den gewährte, was eine Quelle großen Elendes für das Reichwurde. Nach ihm kam eine lange und unruhige Zeit der Regent-schaften, der schlechten Regierungen und der Empörungen. UnterHiang-ti (190) stiftete ein Mitglied der Tao-Sckte, NamenSSchang-kio, welcher mit einem geheimnißvollcn Trank vielePestkranke heilte und dadurch einen großen Anhang gewann, eineEmpörung an, dem klugen und tapfern Feldherrn Tsao-Tsaogelang eS jedoch, die furchtbaren Gelbmützen — die Anhängerdeö Schang-kio trugen Mützen von gelber Farbe zum Zeichen,daß der „blaue Himmel", die Han, bald dem „gelben Himmel"weichen werde — zu besiegen und den Kaiser Hien-ti zu befreien,welchen die Großen am eigenen Hofe gefangen hielten. Nun aberlegte er bald selbst die Mütze mit 12 Quasten und 53 kostbarenSteinen an und bediente sich des von 6 Pferden gezogenen fünf-farbigcn Wagens mit goldener Achse, was die Attribute der kai-serlichen Würde waren. Auch deö kaiserlichen Siegels sich zubemächtigen, verhinderte ihn der Tod. Sein Sohn Tschao-pientthronte jedoch den Kaiser Hien-ti vollends und gründete dieDynastie Wci, welche noch 4 Kaiser hatte (bis 264), in Lu-yangresidirte und in dem größten Theile deö nördlichen China aner-kannt wurde. Das übrige Reich war zerspalten zwischen die Heu-oder Schu-Han (Heu heißt nach) und Wu-Dynastien, von denendiese zu Nanking im Süden, jene zu Sching-tu, im Norden,residirte; die Heu - Han erkennen die chinesischen Historiker alsallein rechtmäßig an, die Wu, von Sung-ki gestiftet, hattengleichfalls noch 4 Kaiser und bestanden bis 277. Diese Periode,für welche nur eine Novelle die historische Quelle bildet, heißtin der chinesischen Geschichte „die drei Staaten" (Sanckue). Vonder Dynastie Wei war nur Tschao.pi ein thatkräftiger Charak-ter, der sein ganzes Leben lang mit den beiden andern Dynastienkriegte; seine Nachfolger waren ihm jedoch sehr unähnlich undso mußte diese Dynastie bald dem Hause Tsin weichen.

Die Heu-Han hatten beständig mit den Tartaren zu kämpfen,und zwar kriegten dieselben mit Glück, so daß sie in China immerausgedehntere Eroberungen machten und es endlich vollständig