Band 
Fünfter Band.
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den Kaiser zu stürzen, der ermordet wurde (618), und zugleichdie vielen kleinen Fürsten, welche steh empört hatten, wieder zuunterwerfen, und zwar mit Hülfe seines tapfern und gelehrtenSohneö Li-chi-min und seiner heldenmüthigen Tochter Ly-tschi,deren 60/000 Mann starkes Heer »daS Heer der Heldin" hieß.

Dynastie Tang. 61S—817.

Unter dem Namen Kao-tsu gründete er die Dynastie Tang/dankte aber bald, nachdem Frieden und Ruhe im Reiche wiederhergestellt waren, zu Gunsten seines Sohnes ab, der sich nun Tai-tsung (626—49) nannte und einer der größten Monarchen Chi-na's wurde. Er schlug die Türken, die in China eingebrochenwaren, beschützte Künste und Wissenschaften, gründete Schulenund Akademien auch für die Kriegskunst, verbesserte die Gesetzeund vergrößerte das Reich im Westen um ganze Länder. ZumSchutze der Handelsverbindungen mit dem Occident und um dieThübetaner, welche sich jetzt zu regen begannen, im Zaum zu hal-ten, gründete er in Mittelasien, in den von den SchneegebirgenLsun-ling und Tian-schan eingeschlossenen Gegenden, vier Schinoder Soldatenkolonien; die Länder westlich und nördlich von die-sen Schin unterwarfen sich den Chinesen, so daß diese die ganzeungeheure Ländcrstrecke zwischen dem römischen und persischenReiche beherrschten, das mit dem kaspischen Meere ihre Gränzegegen Westen bildete, während gegen Norden, Sogdiana, Turke-stau, einen Theil von Khorassan und die von der Jndukusk-Berg-kctte durchschnittenen Länder umfassend, China bis an den Altaiund die Tang-u reichte. Im Innern war der »Sohn dcS Him-mels" der Oberherr einer großen Anzahl lchenSpflichtigcr Staaten,von deren 88 Fürsten 16 ersten Ranges Vizekönige (Tu°tu-fu)hießen, vom Kaiser die Investitur empfingen, im klebrigen aberihre Länder unabhängig verwalteten, unter der Verpflichtung, denFrieden zu erhalten und zu gewissen Zeiten Geschenke an den Hofzu senden. Seine Heere, aus 895 Abtheilungen bestehend und mitallen nöthigen Magazinen versehen, waren in 126 Feldlagern ver-theilt. Außer jenen Vasallen hatten ihm auch die Fürsten vonNepal und Megada (Bahar) in Indien gehuldigt. Der von denArabern vertriebene persische König Yezdedscherd (S. obenS. 720) begab sich unter den Schutz des chinesischen Kaisers undsogar der Fu-lin, d. i. der römische Kaiser, schickte ihm Geschenke.Die große Ausbreitung der Araber (Taschi) blieb den Chinesen