Band 
Fünfter Band.
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Dynastie Tschin. 857-589.

Dieser wurde als Kao-tsu oder Wu-ti Stifter der Dy-nastie Tschin, war strenge und Feind alles Glanzes und allerKünste, auch der Musik, die von den ältern Kaisern als smenmil-dernb gepflegt worden war; sein Sohn oder Neffe Wen-ti (559)war ein weiser und sparsamer Fürst, hatte jedoch weichliche undwollüstige Regenten zu Nachfolgern, durch welche denn auch dieDynastie Tschin bald dem Untergang entgegengcführt wurde.

Während dieser Vorgänge im eigentlichen Reiche war derlosgetrennte nördliche Theil desselben weder ruhiger noch glück-licher, obgleich seine Fürsten — die Wei seit 386, die östlichenWei seit 534, die nördlichen Tsi seit 550, die Tschcu seit 557 —mit Mittel- und Westasien in regerem Verkehr standen. Nun zogder Fürst von Sui, Yang-Kian, heran, welcher sich zum Herrndes nördlichen ReichS aufgeworfen, und war mächtig genug, umdie Eroberung deS südlichen ReichS zu unternehmen.

Dynastie Sni. 59»—618.

Bei den verkommenen Zuständen gelang ihm dies rasch; erentfernte den letzten Tschin Heu-tschu und gründete die Dyna-stie Sui, indem er die Länder diesseits und jenseits deS Kiangwieder vereinigte und den Namen Wen-ti annahm. Er wareiner der besten Kaiser, kräftig und, obgleich selbst ungebildet, einFreund und Beförderer der Wissenschaften, ein weiser Gesetzgeber,mäßig und milde gegen die Unterthanen. Er scheint den Plangehabt zu haben, in China die Kasten nach indischer Weise ein-zuführen, da er verordnete, daß jeder dem Stande seines Vatersfolge, jedoch konnte er damit nicht durchdringen. Mit Erfolg kriegteer wider die Tu-kin (Türken) und den König von Korea, wardaber noch vor Beendigung deS Kriegs sammt seinem ältesten vonseinem zweiten Sohne ermordet (604). Dieser Nang-ti, denman wegen seiner Prachtliebe und Schwelgerei den SardanapalChina'S nennen kann, ließ Lo-yang von 2 Millionen Menschenerbauen, wohin er seine Residenz verlegte, aber auch viele Kanäleanlegen, um die Verbindung mit den entferntesten Theilen zu er-leichtern; überhaupt hob er die Blüthe und Wohlfahrt des Rei-ches wieder auf eine hohe Stufe. Sein Verbot des Waffentragensbesteht noch. Den Krieg mit Korea führte er glücklich zu Ende,aber da er wegen seiner großen Unternehmungen die Abgaben undLasten deS Volkes bedeutend erhöhte, brach ein allgemeiner Auf-stand aus, den Li-yuen, von der alten Familie Li, benützte, um