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Dreizehntes Kapitel.Du--Haismus in China.
Wir gedachten bereits in unserer Abhandlung über die poli-tische und religiöse Verfassung in Hindostan (B. 11/ Kap. II u.XV Bd. l/ S. 347 u. 396 u. f.) der großen Reform Buddha's/welcher cS wagte/ den bestehenden Satzungen und dem Kasten-wesen den Krieg zu erklären / um eine reinere Gottesverehrungund eine sittliche Gleichheit einzuführen. Da nunmehr diese Lehreihre GeburtSstätte verläßt, um einen großen Theil der Welt zuerobern und zu sittigen/ werden wir auf dieselbe unsere Blicke zu-rückwenden und sehen / wie sie sich allmälig über Ceylon/ China/Japan/ Korea/ Tübet verbreitet/ sogar die Tataren einigermaßencivilisirt und hinsichtlich der Anzahl ihrer Anhänger von keinerandern/ hinsichtlich der Reinheit ihrer Moral nur von wenigenübertreffen wird *).
Die große Reform Buddha's entstand wahrscheinlich 10 Jahr-hunderte vor Chr. an den Ufern des Ganges und nicht im süd-lichen Beliar/ wie Einige angenommen haben. Der seiner Naturnach kosmopolitische Buddhaismus mußte in Indien dem hart-näckigsten Widerstände begegnen und bittere Verfolgung finden;seine Anhänger waren genöthigt / Magadi und Varnachi den da-selbst mächtigern Brahminen zu überlassen und außerhalb JndienSeinen günstigern Boden zu suchen; so ward Kotana der HauptsitzdeS Buddhaismus / der von da in die südlichen Theile der InselCeylon überging und hier im Laufe deS 6. Jahrhunderts denDienst von Siwa und Wischn» verdrängte; in der Folge setzteer sich in Siam/ Arman / auf der Halbinsel Malacc«/ im Reicheder Birmanen (Ava und Pegu) fest. Nach Japan gelangte er 552n. Ch./ später in die Hochgebirge TübctS/ wo er seinen Sitz auf-schlug; von da verbreitete er sich über die Hochebenen Mittelasiens
*0 Auf die Geschichte dieser Religion waren die Studien AbelRemusatsvorzugsweise gerichtet; sein Tod hat dieselben leider unterbrochen, jedochwurden seitdem einige seiner Arbeiten veröffentlicht, von welchen die wich-tigste Idoo-Xno-Ki, eine Beschreibung der buddhistischen Staaten in Formvon Reisen in der Tartarei, in Afghanistan und Indien, welche Ende des4. Jahrhunderts Thy-Tajan unternommen.