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und drang sogar in das Reich Kaschmir, das Mutterland desBrahmismus, ein; von da nach Sogdiana und Baktrien gelan-gend, stieß er auf die skandinavischen Götter. So faßte eine sitt-liche Lehre Wurzel unter Rationen, die bis dahin keine solche ge-kannt hatten, und da glücklicherweise die zur Vernichtung dereigenen Persönlichkeit nothwendigen Tugenden der Vollkommen-heiten nur Wenigen erreichbar sind, so regte ste wenigstens zurUebung der minder exaltirten Tugenden an. Die strenge Vor-schrift des CölibatS lehrte Mäßigkeit denjenigen, die sich des Lä-chelns eines Kindes nicht berauben wollten, die körperliche Rein-heit ward ein Gesetz, aus Rückficht auf die Seelcnwandcrungwurden die Thiere verschont.
Bereits 390 v. Ch. waren einige buddhistische Bücher nachChina gekommen und daselbst übersetzt worden, allein erst 64 n.Ch. erblickte der Kaiser Ming-ti von der Han-Dynastie im Traumeeine sehr große goldfarbige Mannsgestalt mit leuchtendem Haupteund Halse. Er berieth sich mit seinen Ministern über dieses son-derbare Traumgesicht und einer derselben erklärte, im Westen be-finde fich ein übernatürliches Wesen, RamenS Fo, dessen gold-farbiges Standbild 6 Fuß hoch sei. Der Kaiser erinnerte sichjetzt jenes Wortes von Kon-fu-tse: der Heilige wird im West-lande gefunden werden, und schickte Boten nach Indien, um überdas gehcimnißvolle Wesen, seine Lehre und seine Gesetze Nach-richten zu sammeln. Die Boten fürchteten jedoch die lange Reise,verweilten auf einer Insel, fanden da eine Statue des Buddhaund brachten sie nach China. Nachmals verpflanzte Bodhi-Dhorma, der 28. Patriarch, die Religion, deren Haupt er war,nach China und starb da im Jahr 491. Die Chinesen nennen ihnTa-mo, welcher Name Veranlassung wurde, ihn mit dem heil.Thomas und einem Thomas, der Jünger des Maneö gewe-sen, zu verwechseln.
Die an ihren nationalen Einrichtungen und ihren unwandel-baren Riten mit Starrheit hängenden chinesischen Gelehrten nah-men ein großes Aergerniß an dieser aus der Fremde hergeholtenund die Formen der Verfassung, also in ihren Augen deren We-sentlichstes, umstürzenden Religion. Statt sie daher zu prüfen undderen Vorzüge anzuerkennen, verwarfen sie selbe mit Hartnäckig-keit, weil sie nicht von ihren Vätcrn gekannt worden und botenalles in ihrer Macht Stehende auf, um die Monarchen davon fernzu halten. Trotzdem fand ste viele Anhänger sowohl unter denC an r u, Weltgeschichte v, 63