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In dem unwürdigen Elend dieser sich väterlich nennendenRegierungen wird Alles einem Despoten aufgeopfert / von demeine Laune, ein Traum, eine Thorheit genügen, um über Millio-nen seiner Unterthanen Leiden und Tod zu verhängen. In einemLande, welches für eine ungeheure Bevölkerung nicht hinreichendBrod und Arbeit hervorbringen kann, mußte der Industrie einevorzugsweise Sorgfalt gewidmet werden und nahmen die Men-schen um so mehr daö Wesen von Automaten an, als sie unauf.hörlich die nämlichen Bewegungen wiederholten. Da der GewinnHauptzweck, ist man nicht wählerisch in den Mitteln, um dazu zugelangen. Fremdes Gut sich zu verschaffen, ist bei den Chineseneine kluge Handlung, etwas ganz Natürliches wie bei den Ara-ber» der Diebftahl und bei uns das Rcichwerdcn durch Handel.
Welches Erstaunen erregen die Araber! Auf ihrer Halbinselsind sie in eine Menge von Republiken getheilt, die sich einanderanfeinden und von denen eine jede ihre besondern Götter hat;ihre Geschichte ist eine Wüste, deren einziger Wegweiser Schlach-ten sind. Nur Eines war ihnen gemeinschaftlich: der Glaube andie Abstammung von Abraham. Dieses nationale Band verstärktMuhammed. Er lehrt eine Religion ohne Geheimnisse, einenKultus ohne Priesterthum, eine auf die Gläubigen beschränkteLiebe; er legt Beschränkungen auf und verheißt Freuden; erlehrt, nur derjenige sei adelig, dem Gold aus Mund und Handfließe oder der mit dem Worte treffe wie mit dem Pfeil undSchwerte; die alten Stammesfeindschaften gestaltet er in einenWcttkampf des Stolzes und der Tapferkeit um. Da nun dieStämme einander nicht mehr bekriegen, hört auch die gegenseitigePlünderung der Karawanen auf und die Araber drängen darumaus ihrer Halbinsel hervor mit starkem Willen und heißem Wesen,gehoben durch das Bewußtsein von persönlicher Pflicht und Ver-dienstlichkeit, was sie der assyrischen Weichlichkeit, der byzantini-schen Verderbthcit, der üppigen Sorglosigkeit der großen Haupt-städte von Asien weit überlegen macht. Frommglänbig wie Mönche,schlachtenmuthig wie Helden, beten und morden, fasten und plün-dern sie; begeistert versenken sie sich in Gott und wälzen sich imSchmutz der Wollüste. Bei ihren Zügen setzen sie sich keinen an-dern Zweck als die Ausbreitung des Reiches Gottes, und in derUeberzeugung, daß bei diesem Werke mitzuwirken die Bestimmungeines Jeden ist, ist es ihnen kein Unterschied , ob sie Hiebei alsFeldherr oder Soldat, als Khalif oder Iman thätig sein müssen.
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