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ander wirrte/ nahm jedoch der Krieg einen langsamen Fortgang.Al6 Vermittler entschied nun Bonifaz, die gegenseitig wegge-nommenen Schiffe und Waaren seien zurückzugeben/ der Königvon England habe Guycnne als Lehen von Frankreich zu erhalten/dem Grafen von Flandern seien die genommenen Städte gleichwie seine Tochter zurückgegeben. In diesem Ausspruch fand aberPhilipp eine Verletzung seiner königlichen Würde und die be-treffende Bulle ließ er zerreißen und verbrennen; den Krieg ge-gen Flandern führte er aber so lange fort, bis Guido/ auf'Säußerste getrieben/ sich mit zwei Söhnen in seine Haft begab/worauf er Flandern mit dem französischen Reiche vereinigte (1299).
Damit trat nun Philipp als offener Feind des Papstesauf/ dem zum Tort er die aus Rom flüchtigen Colonnesen beisich aufnahm und mit Albert von Oesterreich sich verband,während zugleich die Gewaltthaten, gegen Kirche und Geistlichkeitverübt, ohne Unterlaß fortwährten. Eine der auffallendsten der-selben wurde gegen den Bischof Bernard von Saissrt ver-übt; diesen, früher Abt des exemtcn Klosters zu Saisset, hatteBonifaz zum ersten Bischof deö in dem zur Abtei gehörigenStädtchen Pamiers unweit Foix errichteten Bisthum mit Aka-demie ernannt. Dieser Prälat, dem Philipp schon lange gramwar theils wegen Streitigkeiten, die er als Schirmvogt der an-sehnlichen Stiftsgüter bereits mit ihm gehabt, da dieser nochAbt gewesen, theils weil er als zum Hause des Grafen vonToulouse gehörig mit den meisten Großen befreundet war, erhieltnun vom Papste den Auftrag, vom Könige die Freilassung desGrafen von Flandern zu verlangen und zugleich an sein Ver-sprechen, das Kreuz zu nehmen, ihn zu erinnern (1300). DerPrälat soll nun dieses Auftrags nicht in geziemender Weise sichentledigt, auch mit dem Interdikt gedroht und andere hochmü-thige Aeußerungen sich erlaubt haben. Gewiß ist, daß soforthinter dem Rücken des Prälaten ein Prozeß gegen ihn eingeleitet,Zeugenaussagen über angeblich von ihm gethane unehrcrbietigeAeußerungen über den König u. dgl. entgegengenommen wurden.Seine Besitzungen wurden mit Beschlag belegt, er selbst an denHof geführt und von dem Kanzler Peter Flotte, einer derjuristischen Creaturen Philipps, die Anklage auf Hochverrathgegen ihn erhoben; namentlich sollte er mehrere Große durchHoffnung auf den Besitz von Toulouse zum Aufstande verleitethaben wollen, aber nicht nur dieses, auch Simonie, Ketzerei und