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Absolution. Eine von ihm berufene Synode sollte dem große»BonisaciuS den Prozeß machen/ aber die Synode zu Virnne/statt zu thun waS geradezu der Untergang des Papstthums gewesensein würde/ erklärte alle gegen Bonifaz gerichteten Anschuldi.gungcn für falsch — wie schon berichtet worden — und es er.schienen sogar zwei eatalonische Ritter / um / wenn nöthig / dieUnschuld des Verfolgten mit den Waffen zu vertheidigen.
Philipp gab in diesem Punkte persönlichen Hasses nach/um dafür etwas anderes durchzusetzen/ das ihm jetzt mehr amHerzen lag/ und worin vielleicht jener sechste vorbehaltene Punktbestand. Clemens V aber/ der einmal den Weg schmählicherZugeständnisse gegenüber den Forderungen deS Königs betrete»/mußte nothwendig von einem zum andern zu derjenigen ange-trieben werden/ die von allen die schlimmste.
Vernichiung des Templerordens.
Von den verschiedenen Provinzen des Templerordens war dieälteste/ die orientalische/ bis auf die Insel Kypern in die Händeder Moslim gefallen. Die abendländische» Provinzen waren Por-tugal/ KastilieN/ Aragonien/ Frankreich und Auvergne, mit Flan-dern und Niederland / Normandie, Aquilanien, Provence / Eng-land/ Oberdeutschland/ Brandenburg und Böhmen/Italien/ Apu-lien/ Sicilien. In diesen verschiedenen Ländern hatte der Ordenwenigstens 1000 CommendeN/ alle so reich/ daß ihr Ertrag sichauf ungefähr acht Millionen Livres (112,000/000 Franken) be-rief. Von den 30/000 Rittern, die der Orden zählte, waren dieMeisten Franzosen, und auS diesen wurde auch der Meister , einsouveräner Fürst, gewählt. Im Kriege wurden sie von einemMarschall und Pannerherrn befehligt; jede Provinz hatte einenGroßprior, unter dem die anderen Prioren und Comthuren stan-den. Nachdem der Orden den Tempel zu Jerusalem verlorenhatte (1187), erbaute er sich einen solchen zu Paris, in derVorstadt, die noch diesen Namen führt. Dieser Tempel bildeteein Drittheil von Pariö, bewohnt von zahlreichen Rittern, Knap.pen, Dienern, Affiliirken, OrdrnSbeamten, ungerechnet diejenigen,die alS Flüchtlinge das Asylrecht deö Tempels in Anspruch nah-men. Für die großen Dienste, die er der Christenheit geleistet,war der Orden durch zahlreiche und wichtige Privilegien belohntworden. Der apostolische Stuhl hatte ihn von jeder Jurisdiktionfreigesprochen und ausdrücklich verboten, irgend eine Commende