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Achter Band.
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auf die Empfehlung von Fürsten oder Großen zu verleihen.AlphonS der Kämpfer hatte den Templern das KönigreichAragonicn vermacht, wogegen freilich die aragonischen HerrenEinsprache erhoben; im Königreich Valencia besaßen sie sieben-zehn feste Plätze. Philipp IV selber hatte sich folgendermaßenüber sie ausgesprochen: Die Werke der Frömmigkeit und Liebe,die Großmuth und Hochherzigkeit, welche in der ganzen Weltund zu allen Zeiten vom heiligen Orden der Templer, der schonso lange durch die göttliche Gnade besteht, ausgeübt und bewiesenworden; die Tapferkeit seiner Mitglieder, die zu einem noch re-gern und unermüdlicher« Eifer für die schwere Vertheidigung desheiligen Landes anzuspornen gerathen ist — bewegen uns, unserekönigliche Gnade zu Theil werden zu lassen dem Orden und denRittern, an welchem Orte in unsrem Reiche sie sich auch befin-den mögen, und durch unsere besondere Gunst auszuzeichnen diesevon uns aufrichtig hochgeschätzte Körperschaft.

Die Gerechtsame und Reichthümer des Ordens veranlaßtenjüngere Söhne aus den vornehmsten Familien Europas, um dieAufnahme in denselben sich zu bewerben, nicht aber mehr ausVerlangen, das heilige Land zu vertheidigen und die Pilger zubeschützen, sondern um ein angenehmes, ja üppiges Leben führenzu können. Begreiflich mußte der Verderb der Sitten bei denRittern, die Abweichung von der ursprünglichen Strenge derOrdensregel hicvon die Folge sein. Die Eifersucht zwischen denTemplern und den Hospitalrittcrn gefährdete die Existenz derChristen in Palästina kaum minder als der FanatiSmus derMoSlim; sogar mit dem Alten von Berge schlössen die Templerein Bündniß, gewährten einem flüchtigen Sultan ein Asyl, ver.weigerten die Beisteuer zum Lösegeldc für den heiligen Ludwig,bekriegten die christlichen Königreiche Kypern und Antiochia, ver-heerten Thrakien und Griechenland, schössen Pfeile ab gegen dasGrab deS Erlöserö. Nachdem das heilige Land in die Gewaltder Türken gefallen war, scheinen sie allerdings in jeder Bezie-hung gesunken, ihre frühere Thätigkeit mit einem üppigen undausschweifenden*) Leben vertauscht zu haben, obgleich die ihnenvorgeworfenen Greuel, wie Sodomiterei, die Erzählungen vomRafomet u. dgl. theils offenbare Verleumdungen und Märchen,

') Man sagte in Frankreich sprüchwörtlich: Trinken wie ein Templer; inEngland riefen die Knaben : vnstockiatls vobis ab oseulo temxlariorum.Cant», Weltgeschichte, Vlll. 1g