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Achter Band.
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ihm Unterhandlungen zu pflegen über die Verschmelzung seinesOrdens mit dem der Hospitalrittcr; aber bereits hatte er vernom-men von den gegen seine Ritter erhobenen Anschuldigungen/ undverlangte vor Allem eine ordentliche / gerichtliche Rechtfertigung.Philipp seinerseits hielt ihn eine Zeit lang mit schönen Wortenhin und ließ ihn dann plötzlich nebst allen in Frankreich befind-lichen Rittern verhaften/ ihre Güter in Beschlag nehmen

") Der von Clemens V aus Kypern (dat. Bordeaur, 7. Zuni 1308)berufene Großmeister begab sich von Paris mit seinem Gefolge nachPoitiers, und überreichte dem Papste ein weitläufiges Gutachten in Betreffeines zu veranstaltenden Krenzzuges, welches seine große Einsicht bewies.Der Papst verlangte des Großmeisters Meinung zu hören über die Zweck-mäßigkeit und Ausführbarkeit der Verschmelzung aller geistlichen Ritter-orden in einen einzigen. „Unverstand und Bosheit hatten nämlich nichtermangelt, kleine Anstünde, welche menschlicher Weise zwischen diesen Or-den sich hie und da ergeben mußten, als ein ungeheueres Uebel auszu-schreien. ja der Eifersucht derselben auf einander wohl selbst den Verlustdes heil. Landes beizumessen, uneingedenk ihrer beispiellosen Tapferkeitund ihres reichlich vergossenen Blutes. Es konnte dem Großmeister un-möglich schwer fallen, dergleichen Vorwürfe zu entkräften und zu beweisen,daß die Mannigfaltigkeit der Ritterorden eine ebenso schöne als nützlicheZierde der Kirche Christi sei. Das that er auch oder ein anderer Meisterin einem Gutachten, welches wir noch haben. — Vor Ende des Herbstes1306 dürste Molai von Poitiers, wo Clemens den König Philippvergebens erwartet hatte, nach Paris zurückgekehrt und bereits dort ge-wesen sein, als die wegen der neuen schlechten Münzen ausgebrocheneRevolte den König zur Flucht in den Tempelhof trieb. Begehrte derVerlegene, man solle ihm mit dem da niedergelegten, für die Kreuzfahrtbestimmten Gelde aus der Noth helfen, schlug der Meister oder der Oberedes Hauses die Bitte ab sprechend, das Geld sei heiliges anvertrautes Gut;benahmen sich die Ritter sonst bei dem Auflaufe nicht, wie es dem er-grimmten Fürsten behagte, wagten sie vielleicht ein freimüthiges Wortzu äußern für das bedrückte Volk und gegen dessen herzlose, trngvolleBedrücker — wer weiß es? kurz, von da an thürmte sich das Ungc-wirter aus, dessen Blitz sie zerschmettern sollte. Philipp grollte ihnenund schnob Rache, er wollte überdies, daß die Kreuzfahrt, zu der sichdie Templer so eifrig rüsteten, neuerdings hinausgeschoben würde; erwollte aber doch zugleich den Schein retten, als wäre die heil. katholischeReligion Niemanden so sehr am Herzen gelegen, denn ihm; wie überauswillkommen mußte demnach eine Eröffnung sein, die einen Weg zeigte,all das und noch mehr zu erreichen — nämlich auch noch viel, viel Geldund Gut. Daß Habgier im Spiel war, leidet kaum einen Zweifel; nurließe sich denken, daß erst, nachdem man durch sogenannte gerichtliche