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Aussage zu bringen. Schon vor Ablauf dieses ersten Prozesseshatte der Erzbischof von Canterbury mit seinen Suffraganen inder St. PaulSkirche zu London ein Provinzialeonzil gehalten, in
zu übersenden, weil man vorgab, dieser werde dadurch so zusrieden ge-stellt , daß er die Templer ihrer Haft entlasse. Es mag darin gesagtworden sein, was schon die Cardinäle Berengar und Steph an geschrie-ben haben solle», daß verschiedene Templer und darunter bedeutendeMänner des Ordens das Bekenntniß ablegten, und zwar vor päpstlichenBevollmächtigten, es sei Gott und die Kirche von ihnen beleidigt wor-den durch ketzerische Meinungen und durch geheime unnatürliche Sünden;weil sie nun das sehr renmüthig eingestanden und ernstlich Besserung ge-lobten, habe ihnen seine Heiligkeit eine angemessene Buße auferlegt unddie Lossprechung von ihren Sünden ertheilt. Hat Clemens so etwasunterfertigt, so entlockte man ihm dieses durch trügliche Zusicherungenund er that es jedenfalls blos bedingnißweise. Kaum aber hatte derPariserhos Schwarz auf Weiß, so ward freudig in die Posaune gestoßen,wieder ein« große glänzende Rathsversammlung gehalten, und da demKönig und allen Herren durch den Kanzler N »garet das von ToulouseGekommene vorgelesen und gedolmetscht, ohne Zweifel mit bedeutendenVarianten; höchst verdächtig ist wenigstens, daß man eine längere undkürzere Bulle kexnan« in eallis ete. verschieden datirt kennt, ferner eineLncvcliea an alle Bischöfe und ein Breve an Philipp IV anfangendmit den Worten: ^>l omnsm tdro notitiain ete. mit völlig verschiede-nem Ausgang, in dem Breve wird dem König erzählt, ganz mit denWorten der länger» Bulle kexnnns ete., daß weil einige der Ordens-obern wegen Kränklichkeit nicht reiten konnten, der Papst die CardinäleBerengar und Stephan und Landulf bevollmächtigt habe, denGroßmeister und seine Präzcptoren zu verhören; da sei nun von jedemungezwungen, ohne Anwendung einer Furcht einflößenden Maßregel, dieVerläugnung Christi und das Anspeien des Kreuzes nebst anderen schänd-lichen Dingen eingestanden worden, woraus zu entnehmen, daß der Mei-ster und die Brüder hierin, obwohl der eine mehr, der andere weniger,sich schwer verfehlt haben. Besagte Bulle hat man aber wieder in zwei-facher Gestalt; einmal fleht man sie an König Philipp gerichtet, wäh-rend das andere Eremplar seiner blos in der dritten Person Erwähnungthut, und jenes erstere enthält die Stelle: Hernach hast Du, nicht vonHabgier (indem Du Dir von den Templergütern nichts zueignen willst)sondern von Glaubenseifer entbrannt auf erlaubte Weise Erkundigungüber die Sache eingeholt, und uns davon verschiedentlich durch Botenund Briefe in Kenntniß gesetzt. Wir haben dann ebenfalls Uns zu in-quiriren veranlaßt gesehen, und persönlich bis zur Zahl von 72 verhörtin Gegenwart vieler unserer Brüder rc. Zm Breve wird. so ziemlich dasNämliche gesagt, doch ohne die Zahl der Verhörten zu bezeichnen: Wirglauben, allgemein sei bereits bekannt, daß Orden und Personen der