Band 
Achter Band.
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Entdeckung dcS KapS der guten Hoffnung und die Bekriegungder Moölim fortsetzten.

Der Großmeister und drei andere Würdeträger waren in denköniglichen Kerkern zurückgeblieben. Aus Politik oder auch ausSchwäche und hart bedrängt hatten sie Geständnisse gemacht.Darauf verkündeten ihnen drei päpstliche Kommissarien ihre Ver-urthcilung zu lebenslänglichem Gefängnisse; Molay aber behaup.tete nun feierlich die Unschuld dcS Ordens und einer der Ein.gckcrkerten that dasselbe; da gebot Philipp, ohne den Richterzu hören, ohne den Papst davon in Kenntniß zu setzen, die Ver-brennung der beiden Rückfälligen (1314, 11. März). Sie be.stiegen den Scheiterhaufen mit einem Muthe, der sich bis zumletzten Augenblick nicht verläugncte. Die beiden andern Templerblieben im Kerker. Dieser feige und unnütze Mord erschüttertevollends den mit Mühe hergestellten, nie sehr fest oder gar all-gemein gewesenen Glauben an die Schuldbarkeit des Ordens.Die Gewaltthat hatte zu deutlich sich verrathen*). Als dann

') „Glaubhaft lautet die Angabe, Laß Philipp dem Großmeister durchden Kanzler Nogaret große Anerbietungen machen ließ. und daß diesevorn unerschütterlichen Glaubenshelden mit Verachtung zurückgewiesenworden sind. Clemens sandte zwei Cardinäle nach Paris. Es gingdie unglaubwürdige Rede auch der Papst habe sie geschickt, um an sei-ner Statt, da ihn Geschäfte aller Art überhäuften, mit Zuziehung eini-ger vorn Könige erlernen Prälaten die Gefangenen zu verhören und zurichten, da sie doch den Auftrag hatten, diese nach Avignon zu führen.Man hatte sie von Gnsors nach Paris gebracht. Jetzt galt es den letz-ten Sturm, und man verfuhr gerade wie im Mai 13t0. Der bekanntePhilipp deMarigny, ErzbischofvonSens, hielt wieder am 7. März1314 ein sogenanntes Conzil, und man scheint nichts weiter gethan zuhaben, als daß man den frühern Schluß, die relapsi seien dem weltli-chen Arme zu überliefern, und die Templer, welche früher abgelegte Ge-ständnisse widerriefen, seien ohne Weiteres als relaxsl zu betrachten undzu behandeln, abermals bekräftigte in verfänglicher Weise. Glaublichward gewissen unter den Kommissären weiß gemacht, der König sei Wil-lens, würden jene Ordcnsobern die Geständnisse erneuern, sie dem Papstezuführen zu lassen; wäre es aber, daß sie hartnäckig läugneten, so be-begnüge er sich damit, daß von der Commission ihre Schuld öffentlichanerkannt, die Strafe des Scheiterhaufens aber in lebenslängliche Haftabgeändert werde, und die päpstlichen Bevollmächtigten fingen sich inder Schlinge. Am 11. März wurde Vormittags das öffentliche Ketzer-gericht gehalten, nachdem man in den Kerker» noch alles Mögliche an-