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und auf dem Festlande eben nur als LchenSleute des Königs vonFrankreich betrachtet wurden; diesen hinwieder war alS ihrePolitik vorgezeichnet die Ausdehnung ihres Reiches biö an seinenatürlichen Gränzen auf Kosten jener mächtigen Vasallen, denensie auch wirklich Bretagne, Poitou, Anjou, Touraine, Maine undendlich die Normandie selber, das ursprüngliche Lehen, abnahmen.Den Engländern verblieb nur noch Guycnne, und dieses sich zuerhalten boten sie atze ihre Kräfte auf, die Franzosen ebenso, umauch von diesem Fleck französischer Erde die Fremden zu vertrei-ben. Bereits war Philipp der Schöne, während Eduard Iin Schottland die immer wieder auSbrechenden Empörungen be-schäftigten, in Guyenne eingefallen, aber er mußte cS den Eng-ländern überlassen, und daß er diesem Fürsten die Hand seinerSchwester gab und mit Eduard II seine Tochter Jsabellavermählte, stellte keineswegs die Eintracht her; vielmehr wareneö gerade diese Verbindungen, welche den Brand entzündeten.
Eduard n. 1307.
Auf Eduard I, der als der Schöpfer der englischen Frei-heit betrachtet wird, folgte sein Sohn Eduard II. Dieser inder Blüthe der Jahre stehende Fürst, der aber keine andere Ener-gie als die des Eigensinns besaß, erbat sich vom Papste die Er-laubniß, Gebrauch zu machen von einem wunderthätigen Oele,daS dem sich damit Einreibenden Muth verleihen sollte; trotz die-seS Oeles jedoch ließ er sich von seinen Günstlingen lenken.Einer derselben war der GaScognrr Peter Gaveston, den erzum Grafen von CornwalliS machte und mit Reichthümern undWürden überhäufte, ja an der Spitze der Regierung ließ, wäh-rend er nach Frankreich ging zur Vermählung mit Jsa bellen;zurückkehrend gab er ihm alle die Geschenke, die er von seinemSchwiegervater empfangen. Darob beschwerte sich die Königinund nicht minder ungehalten waren die englischen Herren, dienun unter Thomas von Lancaster zusammentraten und die Ent-fernung des hochmüthigen Fremden in einer Weise verlangten,welche allerdings für die Laster des Beschützers ebenso wenigschonend war als für die des Schützlings. Der König gelobte denBeschwerdeführern, sie zufrieden zu stellen und Gaveston mußteweichen; nach einiger Zeit aber ließ sich Eduard vom Papsteseines SchwurS entbinden und rief den Liebling zurück. Dagriffen die Herren abermals zu den Waffen und nöthigten den