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Achter Band.
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gen spanisch.österreichischen Sueeessionskriege, die Streitigkeitenin untergeordneten Staaten hervorrief.

Philipp V.

Daran dachten übrigens die französischen Staatsmänner jenerZeit nicht und sie konnten auch alle die Folgen ihres Ausspruchsnicht voraussehen. Eben nur in seinem eigenen Interesse ließPhilipp V das vergessene salische Gesetz hervorziehen, indemer es nicht unterließ, den Städten und Universitäten zu schmei-chcln. Aus Geldverlegenheit führte er die Salzstcuer ein, aberer bemühte sich auch, jedoch vergeblich, Einheit von Maß undGewicht herzustellen und beschäftigte sich überhaupt angelegcnt-lichst mit der innern Verwaltung; Friede im Innern, Ordnungin den Finanzen und Gerechtigkeit im Parlamente: dies war dieAufgabe, die er sich setzte. Er starb jedoch bald ohne Kinder(1322), sowie auch sein Bruder und Nachfolger Karl IV, mitwelchem die direkte Nachkommenschaft der Kapctingcr erlosch.Philipp v. ValoiS, der Sobn jenes Karl, der überall undnirgendwo König, war sein bestimmter Nachfolger: aberEduardlllvon England, dessen Mutter, Jsabclla von Frankreich, dieSchwester der letzten Könige gewesen, trat mit Ansprüchen aufden französischen Thron hervor. Abermals ward das salische Ge-setz hervorgesucht, und es ist bcmcrkenswcrth, daß die Anhängerdes englischen Fürsten, statt seine wörtliche Bedeutung anzufech-ten, blos die geistige besinnen und behaupteten, cS schließe aller-dings die Frauen von der Krone auS, weil sie zu schwach seienfür eine so edle Last, nicht aber die von ihnen geborncn Söhne.Daß aber der Hof der Pairs und Barone sich zu Gunsten Phi-lippS auSsprach, gab daS Signal zu dem langen und blutigenDrama der Kriege mit England.

England.

Die englischen Könige hatten durch den Umstand, daß sie zu-gleich Herzoge der Normandic waren, widersprechende Interessen.Sie hätten zunächst ihre Macht auf der Insel ausdehnen sollendurch Unterwerfung der noch unabhängigen Stämme und Ver-schmelzung derselben mit ihren Unterthanen. Aber es fehlte ihnendie Kraft des Entschlusses zum Aufgeben ihrer Besitzungen aufdem Festlande, so daß sie in ihrem Jnselreiche stets als Fremde

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