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Achter Band.
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auf unternahm Eduard die Belagerung von Tournay, der Wiegeder französischen Monarchie/ und schickte eine persönliche Heraus-forderung an Philipp VI/ der jedoch den Kampf/ als mit einemder Felonie schuldigen Vasallen/ nicht annahm.

Bretagne.

Die armorikanische Bretagne war bis dahin unbetheiligt ge-blieben an den großen Welthändeln/ in Abgeschiedenheit ihrealten Sitten bewahrend; die Edelsitze hatten sich dem Feudal-wesen eingeordnet/ aber die Bauern nicht gänzlich der germanischenHörigkeit sich unterworfen; aus dem armen und rohen Volkedieses Landes waren doch tapfere Kämpen und namentlich Frank-

dem die Feinde (nm besser verfolgen zu können!) ihre Schiffe gelöset,wurde auf das Wüthigste geentert. Da zeigte der Engländer seine Mei-sterschaft. — Schon waren die «ordern Galeeren fast sämmtlich genom-men, als zur erwünschten Stunde auch noch Lord Morley mit denSchiffen der nördlichen Grafschaften heransegelte und die Franzosenvöllig aus der Fassung brachte. Nur die vierte, aus 60 großen Schiffe»bestehende Linie kämpfte entschlossen und mit Ausdauer, bis die eintretendeFinsterniß das Entrinnen erleichterte. Doch weil auch flämische Kapereraufpaßten, so sollen mehr nicht als 30, ja nur 20 Schiffe durchgekommensein, alle andern blieben in den Händen der Sieger, welche von denihrigen blos zwei verloren, die untersanken, aber an 4000 Menschenleben.Diesem nach ist die von den Franzosen eingestandene Zahl, ihr Verlusthabe 10,000 Mann betragen, wahrscheinlich zu niedrig, übertreibt es auchKönig Eduard, der in seinem Berichte an den Erzbischof von Canter-bury, dat. 28. Juni, von 30,000 redet. Kaum erzählt die Geschichte voneiner Niederlage zur See, die vollständiger und blutiger gewesen; und esist, als habe Gott das Strafurtheil gesprochen, daß Frankreich nie mehrzur See den Kampf wider England bestehen könne. Dem König Phi-lipp VI getraute Niemand die Botschaft von dem entsetzlichen Unglückzu hinterbringen; da übernahm es sein Hofnarr und ließ das Wortfallen: Tröpfe find die Engländer, Tröpfe! Auf die Frage des Königs,weshalb er sie Tröpfe schelte, gab der Narr zur Antwort: Ach, sie ha-ben nicht solch frischen Muth, in die See zu springen wie die Franzosenund Normannen! Nun wußte Philipp, daß Schlimmes vorgefallensei, und ließ sich ausführlichen Bericht erstatten. Der fieggekrönte KönigEduard aber, gelandet am Morgen nach der Schlacht, eilte zuerst demAllerhöchsten zu danken in der Kirche von Ardenbourg, und dann die Ge-mahlin in Gent zu besuchen. Sein Leben sah keinen freudigern Tag."Damberger, Synchron. Geschichte, Bd. XIV, VII. Zeitraum; IV. Abschn. 2

D. B.