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reichS drei größte KriegSführer/ Duguesclin/ Clisson undRichemond, hervorgegangen. Da der letzte Herzog Johann 111 /der Gute (1311)/ als Erbin nur eine Nichte hinterlassen/ warauch hier das Mische Gesetz in Anwendung gekommen/ aber dieBrrtonen wollten sich keinem fremden/ d. h. französischen Herrnunterwerfen und erklärten sich darum für Johann von Mont-sort/ den Bruder ihres letzten Hcrzogö/ der/ um sich zu behaup.ten/ den König von England als LehcnSherrn anerkannte*); der
') Der bretagnische Krieg bietet in der Darstellung Froissarts das span-nende Interesse eines Romans dar, wegen der vielen heroischen Thaten,der Eigenthümlichkeiten in den Sitten, Charakteren und Begebenheiten.— „Der Gegner Montforts (erzählt Michelet, llistoiro cke Illranoo,V, o. I.) war Karl v. Blots, ein Heiliger, der zweite, welcher ausdem französischen Königshause hervorgegangen. Er beichtete jeden Mor-gen und jeden Abend, hörte vier bis fünf heilige Messen des Tages,reiste niemals ohne einen Kapellan, der Brod, Wein, Wasser und Feuerstets bereit hatte, um unterwegs das heilige Meßopfer darzubringen; be-gegnete ihm ein Priester, alsbald stieg er vom Pferde, um in den Staubund Schmutz der Straße niederzuknieen; häufig machte er mit bloßenFüßen im Schnee den Pilgergang zu St. Uves, dem Schutzpatron derBretagne; znr Kasteiung trug er kleine Steine in den Schuhen, wolltesein Cilicinm von den Insekten nicht reinigen lassen und trug um denLeib drei Seile mit vielen Knoten, die ihm zum Erbarmen tief insFleisch einschnitten; im Gebet schlug er sich so h^tig an die Brust, daßer ganz bleich wurde. Einst hielt er unmittelbar vor dem Feinde inne,um Messe zu hören. Bei der Belagerung von Quimper geriethen seineSoldaten in Gefahr, von der Fluth verschlungen zu werden, er abersagte ruhig: Wenn Gott will, wird die Fluth euch nichts anhaben. DieStadt ward genommen und ein großes Blutbad angerichtet, Karl abereilte vor allem nach der Kathedrale, um dem Allmächtigen zu danken,und dann that er dem Blutvergießen Einhalt. — Wie mit sich selberhatte er auch mit Andern kein Mitleid; die Gegner als Rebellen zn be-strafen, hielt er für seine Pflicht. Als er den Krieg begann mit der Be-lagerung Montforts in Nantes (1342), ließ er ihm die Köpfe von30 Rittern über die Mauern werfen. Montfo rt ergab sich, ward zndem Könige geschickt und entgegen der Capitulation in den Thurm desLouvre eingesperrt." — Die Gräfin von Montfort (berichtet Froissarl),die wahrhaft den Muth eines Mannes und das Herz eines Löwen hatte,und zu Rennes sich befand, als sie von der Gefangennehmnng des Bru-ders vernahm, war darob traurig und bekümmert mehr denn irgend Je-mand sich einbilden kann, weil sie meinte, man werde den Herrn todten,nicht einkerkern; aber obgleich sie so bittern Kummer empfand, benahmsie sich doch nicht wie ein kleinmüthiges Weib, sondern wie ein kühner