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Achter Band.
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stieg/ alS sich zeigte / daß der König in gleicher Weise unter dernämlichen Anschuldigung gegen Alle verfuhr/ deren er sich ent«ledigen wollte. Dabei nahm er in beständiger Geldnoth keinenAnstand/ den Baum zu fällen/ um dessen Früchte zu erndten.Die Staatsgläubiger zu betrügen/ verfälschtes Geld auszugeben/den Werth der Münzen in Einem Jahre bis zu sechsmal zu er,höhen und herabzusetzen/ die Güter der Geldwechsler zu constsciren/schienen ihm ganz unoerwerfliche und vortreffliche Maßregeln;und alles dieses that er nicht/ um Schätze aufzuhäufen/ aus Hab.sucht/ sondern um die unersättlichen Ansprüche der Großen undGünstlinge zu befriedigen. Unter seinem Vater war das wichtigeGrundgesetz erlassen worden, daß keine Steuer oder Belastungirgend welcher Art solle verfügt werden ohne die Zustimmung derGcncralstaaten; deshalb berief (1355) Johann die Staaten der„IruiAuo ä'oil" und erlangte von ihnen eine Aushebung von30/000 Schwergeharnischten oder 90/000 Combattanten/ zu derenUnterhalt eine Salzsteuer und eine VerkaufSfteuer von 8 Den.vom Livre bestimmt wurde; dafür entsagte er mehreren andernForderungen unter verschiedenen Forme»/ und da er überhauptsteh mit Versprechungen äußerst freigebig bezeigte, ließen sich dieStände sogar eine allgemeine Kopfsteuer gefallen*).

Schlacht bei Poitiers. 1356.

Johanns treuloses Wesen trieb die Normandie zum Auf.stände und der schwarze Prinz, den seine kühnen Züge biS in'sHerz Frankreichs führten, verfügte sich schleunig nach dieser Pro.vinz. Bei PoitierS aber gericth er in eine so kritische Lage, daß,wenn König Jo hann sich darauf beschränkt hätte, ihn einzuschlie.ßcn, er genöthigt war, sich zu ergeben. Der König aber befandsich an der Spitze eines dem englischen vierfach überlegenen Hce.reS, bei welchem sich seine 4 Söhne, sein Bruder und die erstenBarone des Reiches befanden, letztere waren zudem voll Kampf,begier und verlangten dringend sich mit dem Feinde zu messen;denn der König hatte kurz vorher den „Orden des edlen HauseS"eingesetzt, dessen Mitglieder sich verpflichteten, dem Feinde niemehr als 4 Hufen Landes nachzugeben und sich eher todten zulassen als zu fliehen. Der Sieg schien daher dem Könige unzwei.felhaft und er nahm die Schlacht an (19. September), aber 6000

0 Jede Lanze zahlte 30 Sol. täglich, d. i. 6 Franke» 60 Cent.