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und das Land entvölkert, das heimgesucht wurde von Seuchen,HungerSnoth, Wegelagerern, Raubrittern; alle Bande der Ord-nung waren gelöst, die englischen Barone, denen die erobertenGebiete zu Lehen gegeben worden, hatten nichts Eiligeres zu thungehabt, als sie so viel wie möglich auszuplündern und alles, waS siedaselbst zusammenraffen konnten, nach ihrer Insel zu schicken.
Unter dem Vorwande, diesen Uebeln zu steuern, schloffen diePrinzen des königlichen Hauses einen Bund, vielmehr eine Ver-schwörung, die sich mit dem großen Namen drS öffentlichen Wohlesschmückte (IckAuo äu dien puülic) und auch den Grafen Dunois,einen der hochherzigsten Ritter der Zeit, und den DauphinLudwig zu gewinnen wußte. Während rS für die Heilung derWunden des Landes vor allem auf Vereinigung und Versöhnungaller Parteien und die gänzliche Vertreibung der Fremden an-kam, mußte der König dieser Coalition durch die Waffen obsie-gen und sie nöthigen, theils einen im guten Glauben begangenenIrrthum zu bereuen, theils der Uebermacht sich zu unterwerfen;der Dauphin aber zog sich in die Provinz zurück, von der er sei-nen Titel ableitete und die er hart bedrückte, im Widerstandgegen den Vater beharrend, so daß dieser Truppen gegen ihnaufbieten mußte.
Diese beklagenswerthen Vorkommnisse und noch andere Ver-schwörungen, der Tod der AgneS Corel, die Ausschweifungen,an welche ihn seine neue Geliebte, die Herzogin von Villequiergewöhnte, welche, um ihn in ihren Ketten zu erhalten, cS nichtverschmähte, für ihn die Kupplerin zu machen, endlich die Furcht,von seinem Sohne vergiftet zu werden — verkürzten die TageKarls VII (1461). Er hinterließ die Monarchie, welche er inTrümmern gefunden, neu befestigt und Frankreich erhoben zueiner der großen Mächte in Europa. Er begann mit den Schwei-zern, deren Tapferkeit er schätzen gelernt, ein Bündniß, das sichforterhielt. Durch Guycnne, eine der vielen Erwerbungen, dieer gemacht, ward der Norden mit dem Süden deö Reiches engverbunden. Nur drei große Lehen waren noch vorhanden, dieHerzogthümer Bretagne und Burgund, die Besitzungen deö Renevon Provence. Da das Parlament von Paris nicht mehr auö-reichte für das ganze Reich, gründete Karl (1443) ein zweiteszu Toulouse für die südlichen Provinzen. Unter diesem Königsteigerten sich die Staatseinkünfte auf 1,800,000 LivreS (11,627,000Franken).