Band 
Achter Band.
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von den Ständen eine Getränkfteuer und das Salzmonopol; zu.dem verfälscht er die Münze» / eonfiszirt 100/000 Gulden seinemSchatzmeister und 400/000 den italienischen Kaufleuten.

Daß die Städte statt der großen Vasallen den König zumOberherrn erhielte« / kostete fie die Vernichtung oder wenigstensdie Verringerung ihrer Freiheit; RechtSvcrwaltung und Kriegs-recht war ihren Consuln oder Bürgermeistern genommen worden;mit Abgaben belegt, hatten sie wenig mehr behalten als ihre in-nere Verwaltung; auch waren einige den Grafen von Provencezugefallen, andere ihrer Gerechtsame gänzlich beraubt wordenwährend dcö AlbigenserkriegeS. Durch ihren Zerfall aber wardParis groß, das unter der Verwaltung dcS Zunftvorstcherö derKaufleute über die beiden Ufer der Seine, während eS frühernur auf eine Insel dieses Flusses beschränkt gewesen, sich aus-dehnte. Ihrer Bedeutung und Stärke bewußt, bediente sich ihrerdiese Stadt, um der königlichen Regierung Widerpart zu halten,und dabei mit den andern unzufriedenen Städten sich zu verstau-digen. ES kam so weit, daß (1356) die Stände demokratischeAnsprüche erhoben; ihnen komme es zu, so erklärten sie, dieSteuern zu votiren, deren Erhebung anzuordnen, dadurch hervor-gerufene Streitigkeiten zu schlichten; sie bewilligten zwar eineSubsiLie zur Ausrüstung von 30,000 Mann, ernannten aber zu-gleich Personen, welche diese Gelder flüssig machen sollten; sieverlangten ferner Absetzung und Einkerkerung von zweiundzwanzighohen Kronbeamten, ließen noch Andern durch eigene Unter-suchungsrichter den Prozeß machen, und drangen endlich auf pe-riodische Einberufung der Stände.

Indeß war nicht zu erwarten, daß ein einträchtiges Zusam-mengehen der drei Stände sich erhalten würde. Die Jacquerieerhob sich gegen die Edlen; die Engländer überzogen verheerenddaS Land und alle Klassen bekannten die Nothwendigkeit, daß esnun vor allem darauf ankomme, die Monarchie zu kräftigen. DerDauphin vermochte daher ihr eine Stärke zu verleihen, die siebisher noch nicht erreicht hatte. Er erneuerte nicht nur die altenSteuern, sondern fügte auch eine neue für jede Feuerstelle hinzu;er regelte die Verwaltung der königlichen Domaine und schufeine Schatzkammer; königliche Kommissäre und nicht mehr Ver-ordnete des Volkes besorgten die Beitreibung der Subsidien zurDeckung der Kriegskosten und der Ranzion für König Johann;endlich wurden auch die Ordonnanzkompagnien — der Keim der