Band 
Achter Band.
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nur denjenigen Landbesitz an, der von ihnen verliehen worden.Diese Ungerechtigkeit, von der noch jetzt Spuren vorhanden trotzder Fortschritte der Zeit und der Staatskunst, machte, daß dieIren sich stetS abgeschieden erhielten von ihren Bedrängern.Die englischen Siedler im östlichen Theile (Uslo) wurden alöFeinde betrachtet von den irischen Stämmen, die im übrige»Lande unter unabhängigen Leuten lebten, und unter denen sicheben so wenig das eigentliche Lehnssystem einführen ließ, weil sieEngland zu fern waren, als daß sie zu Kolonen hätten gemachtwerden können, weil sie aus zu mächtigen Familien bestanden.Daher kam es, daß Irland sich empörte, sobald es nur einiger-maßen freier aufzuathmen vermochte und daß eö allen Feindender Engländer bereitwillig die Hand bot. Diese schickten gegen dieIren Abenteurer und Freibeuter, denen das eroberte Land zuLehen überlassen wurde; um sich aber darin zu behaupten, mußteman ihnen gestatten, auf eigene Faust Krieg zu führen, und vonJugend auf an das WaffenhanZwcrk gewöhnt, konnten sie leichtdie wenn auch tapfern, so doch undiSziplinirten, ordentlicherKriegSführung unkundigen Eingebornen bcmcistern. Als Siegerverlangten und erhielten sie auch zur SchadloShaltung und Be-lohnung immer wieder Ländcrcicn; so sammelten sich in den Fa-milien der ersten Eroberer unermeßliche Besitzungen, die zu be-bauen sie die Eingebornen zwangen und diese darum in einemhalbwilden, förmlich rechtlosen Zustande erhielten, dermaßen, daßes kein Kapitalverbrechen war, einen derselben zu erschlagen.

Ihrerseits nahmen übrigens die Eroberer die Sitten desLandes an und wurden aus englischen Vasallen unabhängigeHäuptlinge, eine Umwandlung, die auch mit den kleinern Feu-dacairen vor sich ging und sich mir den irischen Sitten immerweiter verbreitete. Der englischen Regierung konnte sohin diesnicht entgehen, und um nicht in Gefahr zu gerathen, ihre Su-prematie über Irland zu verlieren, untersagte sie (1367) denVasallen daselbst eingeborne Frauen zu ehelichen, ihre Kinderunter Iren zu erziehen, Barden zu halten, in irischer WeiseHaar und Bart wachsen zu lassen.

In Dublin und Waterford, den beiden einzigen irischenStädten von einiger Bedeutung, besaßen diese Großen allein dasBürgerrecht und die Autorität, und auch sie allein vertraten dieNation, da daö HauS der Gemeinen niemals irgend welchen Ein.Auß erlangte. Die kleinen Eigenthümer hingen als Vasallen oder