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dagegen gedieh und erstarkte und die Bogenschützen auS seinenReihen entschieden die Siege, die ihm Zugeständnisse eintrugen.
Die weisen Verordnungen Heinrichs VII verschafften ihmden Namen des englischen Salomo. Er schloß mit den Nieder-landen den „großen Handelsvertrag", gebot, daß, wer immer denherrschenden Souverain mit den Waffen oder anderweitig unter-stützt hatte, deshalb niemals nachträglich gerichtlich verfolgt wer-den dürfe, ergriff geeignete Maßregeln gegen die Ucbergriffe lindUnordnungen der Geistlichkeit und verfügte, daß der eines Kapi-talverbrechens überführte Kleriker entwürdigt werden müsse, bevorer dem geistlichen Gericht überliefert werden könne. Die Armenbefreite er von allen Kosten für Richter, Advokaten und Schrei-ber, durch welches Gesetz allerdings nun jeder Recht finden konnte,aber auch die Tribunale von Prozeßlustigen überlaufen wurden.
Während der König kaum 5000 Livr. Sterl. Einkommenhatte, besaßen mehrere Familien unermeßliche Reichthümer; in-dem aber Heinrich den Adeligen die Erlaubniß ertheilte, ihreGüter zu enteignen, begünstigte er sowohl den Zerfall der Ari-stokratie wie die Bereicherung deö dritten Standes. Die Großenverkauften nun ihre Ländcrcien, um ihrer Prunkliebe genügenund am Hofe leben zu können; in ihren Schlössern hörte dieGastfreiheit der Feudalzeil auf und auö Baronen wurden fie Leutedes Königö.
ES hatte bis dahin ein germanischer Gebrauch — die mnin-tennnee — bestanden, der darin bestand, daß Edle durch einenEid eine gewisse Anzahl von Personen mit sich verbanden, diedann eine und dieselbe Devise führten und mit dem Schwertefür ihr Haupt und jeden Genossen einstanden. Solchen Genossen-schaften gegenüber erschien die Justiz unmächtig und gehindert,durch dieselben hatten einzelne LordS eine für den König gefähr-liche Macht erreicht. Eine höchst strenge Bill des Parlamentshob aber nun (1487) diesen Gebrauch auf und übergab der„Sternkammcr" die Bestrafung der Zuwiderhandelnden; damitwar natürlich der kriegerischen Autonomie deS AdelS ein sehrempfindlicher Schlag versetzt.
Irland.
Seitdem Irland von Heinrich II unterworfen worden, er-kannten die englischen Könige, die sich durch die Eroberung alsHerren deS irischen Grunds und Bodens betrachteten, daselbst