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eilte heraus, das neue ReichSoberhaupt zu begrüßen, und mischteseinen Jubel mit dem des Bclagerungsheeres. Der Bischof frei-lich hatte nicht Ursache, in den Jubel einzustimmen. Rudolfbegann sogleich den Weg zu beschreiten, den er als König fort-wandelte; er schmeichelte den freiheitsdurstigen Bürgerschaftenund stellte die Aussteht, daß er die Städte anö Reich nehmenwerde. So geschwind als möglich sucht Rudolf in Frankfurteinzutreffen, und man findet, daß er laut Urkunde, dat. Frankfurt7. Oktober 1273, wohl persönlich schon da, dem Erzbischof Hein-rich von Trier 1555 Mark guter Aachncr und Haller Pfennigealö Ersatz der beim Wahlgeschäfte gehabten Kosten versprach.Eine andere, datirt Frankfurt 8. Oktober, belehrt uns, daß derneue König ein Anleihen conirahirte; denn auch die übrigenKurfürsten begehrten Entschädigung, und der Regierungsantrittforderte überhaupt nicht wenig Geld. Inzwischen geleiteten sämmt-liche Kurfürsten ihren Gewählten von Frankfurt nach Mainz,und da überreichte der Erzbischof jene Reichskleinodien, welcheder Freie Philipp v. Falken st ein auf der Neichsburg Tri-fcls dem König Richard gehütet. Auf Dienstag den 24. Okto-ber war die Krönungsfeier zu Aachen angesetzt, und glaublichin Köln harrete Rudolf der Gemahlin, damit fie zugleich dieKrone empfange. Die Fürsten und Herren mir ihrem Gefolge,die Schaaren der schwäbischen und fränkischen Ritterschaft spar.ten keinen Prunk, herrlich war daS Schauspiel und groß derJubel. Am festgesetzten Tage ging die Krönungsfeicrlichkeit vorsich unter einem außerordentlichen Zudrange von Menschen.Kopp I. Seite 25 erzählt: „An der Pforte U. L. Frauenkircheward Rudolf von den Erzbischöfen von Köln, Mainz und Trierempfangen, und nebst der Königin in das Chor geführt. Dervon Köln hielt, alS" Bischof deS OrteS, daö Hochamt. Als dieEpistel Js. 60, 1—6 über die Verherrlichung des Herrn in Jeru-salem gelesen, und die Bittgesänge für den erwählten König,seinen Diener, beendigt waren; nachdem derselbe auf die Fragendes Erzbischofs von Köln Aitfrechthaltung deS katholischen Glau-bens, Schutz der Kirchen und ihrer Diener, Vertheidigung deSvon Gott ihm anvertrauten Reiches, Wiedergewinnung der ent-zogenen Reichsgüter, Reichen und Armen ein gerechter Richter,ein Beschützer der Wittwen und Waisen zu sein, sowie Schirmund Ehrerbietung dem Papste und der römischen Kirche angelobthatte; alS die Fürsten mit Geistlichkeit und Volk, auf des Bischofs
Cantu, Weltgeschichte. Vlll, 25