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gegnerischen desto mehr überlegen, weil die schlecht bewehrtenKumancnhorden nicht in Berechnung zu setzen waren; er beschloßalso die gebotene Fcldschlacht anzunehmen, obwohl Manche ihmriechen zu warten, bis Verstärkung nachkäme. So wenig alsdiesen Rath beachtete er die aus dem feindlichen Lager ihm zuge-kommenen Warnbricfe: böhmische Landherren sinnen Verrath,werden zur Stunde des Kampfes ihn im Stiche lassen! Er be-rief seine Barone inS königliche Gezelt, und die Briefe vorwei-send sprach er: Hier siehe ich wehrlos vor euch und voll Ver-trauen in eure Treue; sollte ich mich täuschen, sollte Einer Feind-seliges sinnen, wohlan so stoße er mich jetzt nieder; besser daß ichallein falle, als daß vielleicht Tausende in meinen Untergang ver-wickelt werden! — Der 26. August brach an, ein Freitag.König Rudolf soll sich erheitert durch einen Traum gezeigthaben; er sah seinen Adler im Kampfe mit dem böhmischen Lö-wen und wie der Löwe zuletzt unterlag. Freudige Zuversichtgab ihm und vielen seiner Tapfern, daß sie sich durch Beicht undCommunion der göttlichen Gnade versichert und auf einen christ-lichen Tod bereitet hatten. Im Glanz der Morgensonne, um6 Uhr, rückte man behutsam gegen einander, das ReichShcer inzwei Schlachthaufcn unter die Fahne Oesterreichs oder (?) denrömischen Adler geschaart, und ein dritter Haufe vom römischenKönig in unscheinbarem Panzer und Helme selbst geführt nachdes Reiches Sitte, überwallet von dem rothen Panncr mit demsieghaften Zeichen des scligmachenden (weißen) Kreuzes. Einweißes Kreuz hefteten alle diese Krieger an ihr Kleid zum Er.kcnnungszcichen, auch die Ungarn und die heidnischen Kumanen.Ungarn und Kumanen, befehligt vom Grafen Matthias v.Trencsin, Graf Stephan v. Schildberg u. A., bildetendie Vorhut und die Schutzwehr der Flügel, und Rudolf solldie zweckmäßige Anordnung besonders nach dem Rache Hugo'Sv. Tauffers getroffen haben, der in den Fehden der Lombardenmanches gelernt. Die Nachhut, eine auserlesene Schaar von300 Rittern, zu führen, ersuchte Rudolf den langen Ulrichv. Capcllen und den Konrad v. Summerau, die denAuftrag ungern übernahmen und lieber vorne dran gewesen wären.Um Feigen oder Ungetreuen die Hoffnung zur Flucht abzuschnei-den, waren die zur Brücke bei Heimburg dienenden und alleandern Schiffe von dort entfernt worden. Barfüßer (Minoritcn)und Dominikaner durchwanderten die Reihen der Krieger, zu