Band 
Achter Band.
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Muth und Vertrauen ermunternd. Was Ottokar verfügte, istweniger bekannt. Er, der Freigebige, welcher das Heer in dreigroße Schlachthaufen abtheilte nebst einigen kleinen, soll AbendSvorher und am frühen Morgen deö SchlachttageS Gold undGut und Gnaden den Kampfgenossen mit vollen Händen ge-spendet haben, ihre Treue zu befestigen und ihre Anhänglichkeitan seine Person zu erhöhen. Auch sprach er zu ihnen, oderwenigstens zu den Führern Worte der Begeisterung, die er inseiner Gewalt hatte wie kaum ein anderer der gleichzeitigenFürsten, und stellte steh ins Mittcltreffen, eine Krone von Goldund Edclgestein funkelnd auf dem Helme, in stlbcrner köstlicherRüstung. Die grüne Sturmfahne mit weißem Kreuze wehte vorihm. AlS sich die Schlachtordnungen (bei Jcdenspungcn oderGansersfcld?) ansichtig wurden, machte man Halt. In Beglei-tung des Basler Bischofs durchritt König Rudolf nochmals dieReihen und beide redeten Worte der Ermunterung und der Zu-versicht, und beauftragt verricf ein Minorit mit lauter Stimme:Ablaß den im Kampfe für das Recht und das heilige römischeReich Fallenden, daß ste sogleich die himmlische SicgeSkrone ein-pfangen; die Feinde, vielfach im Bann, haben nach dem zeitli-chen Tod daS ewige Feuer zu fürchten! — Rom, Christus!ward als Losungswort oder Fcldgeschrei gegeben, in OttokarSHeer aber Praga (Budnjowicc, Praha). Leichte Reiter deö Un-garkönigS, welcher ob deö zarten Alters rückwärts auf einer An-höhe hielt, wo er daS Kampffeld übersah, eröffneten mit Schar-mützeln die Schlacht, angreifend und zurückfliehend. Kundschaf-ter meldeten, daö vorliegende, mit Rohr bewachsene Land, welchessumpsig zu sein schien, trage gut Roß und Mann, und nun reichteKönig Rudolf dem Burggrafen Friedrich die Sturmfahne,und indem man langsam vorwärts rückte begann Herr Heinrich,Bischof von Basel, den Schlachtgesang: Sand Marry, Mutterund Maid, LUl unser Noth sey dir gechlaid re. und Herr Rudolfze Rhyne aus Basel erhob seine Stimme so übermächtig, daßbeide Heere ste vernahmen. Von den feindlichen Reihen schollherüber: Goöpodino Pomoloido! — Wieder Instand hier unddort; man faßte sich nochmals inS Auge pochenden Herzens, eh'daS Blut in Strömen floß für eine allerdings große Sache.Nun begab steh, daß Heinrich Schorlin, ein schwäbischerRitter im Dienste deS Bischofs von Basel, an die Böhmen sprengte,sei eö geflissentlich, sei eS von der Unbändigkcit deS gewaltigen