Band 
Achter Band.
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fahren/ da er ja vor Allem wünschte/ als römischer König aner-kannt zu werden und die Zusage der Kaiserkrone zu erhalten.Man hat Andeutungen/ daß seine Gesandtschaft dem PapsteSachen vorlegte oder aufdeckte/ welche dessen Unwillen gegen dierheinischen Kurfürsten erzeugt haben müssen/ während andrerseitsAlbrecht / waS seine Person betraf/ aus eigenem Antriebe jeneBctheuerungen aussprach / die man zu Rom gerne hörte / seinVerlangen nach allgemeinem Frieden/ seine Begierde/ den Kreuz-zug zu fördern und dcrgl. Man vermuthet/ besagte Kurfürstenhaben stch einen groben Verstoß gegen den apostolischen Stuhlzu Schuld kommen lassen/ und argwohnt/ das grelle Breve oderdie Vorladung Albrechts vom 13. April 1301 seye von ihnenpublizirt/ feierlich ausgekündet worden/ um Jedermann vom Königabwendig zu machen/ und eS seye doch ein erschlichenes oder ver-fälschtes Dokument/ oder sie benützten blos/ was ihnen ein Ge-schäftsträger aus Rom mitgetheilt hatte/ und was dieser vonder Curie sicherlich zu erlangen hoffte und in Bälde / alswäre es schon wirklich von der päpstlichen Kanzlei expedirt. Auf-geboten werden sie freilich alles Mögliche haben / um den Papstzu einem feindseligen Schritte gegen Albrecht zu vermögen;allein BonifaciuS VIII ließ sich keineswegs wie ein unbehilf-licher Schwächling drehen und wenden. Sobald König Albrechtthat waS befriedigte/ ein treuer Schirmvogt der römischen Kirchezu sein und am allgemeinen Frieden mitzuarbeiten gelobte/ auchohne Zweifel für den neuen / vom Papste begünstigten KönigUngarns Karobert sich erklärte/ bewilligte Bonifaeius gernedie Bitte um Confirmation als rechtmäßig gekorner römischerKönig. Möglich/ daß Albrecht/ dessen Freundschaft für Phi-lipplV längst erkaltet war/ dem gekränkten und bedrängtenPapst auch auf sehr gefällige Weise sein Beileid bezeigt und treueHilfe gegen den übermüthigen Franzosenkönig oder wenigstensseine aufrichtige wohlwollende Vermittlung zugesagt hat*). Die

») „Zn, Juni l30L kamen die letzten Botschafter nach Kalmar zurück mitder Aussage. BonifaciuS VIH. wolle ihn anerkennen und einst inRom zum Kaiser krönen. Diese Nachricht verbreitete stch schnell durchdie Lande und mag nicht wenig beigetragen haben, die Zahl der Anhängerdes Erzbischofs von Köln und Trier zn vermindern." Lichnowski,a. a. O. H, L3V. Daß auch Albrecht stch gegen den Papst verpflich-tet habe, Frankreich zu bekriegen, falls Bonifaz dem Hanse Habsburgdie Erblichkeit der Kaiserkrone zusichere, wird eben nur vom ChronistenAlbert v. Straßbnrg behauptet. D. B.