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Ludwig, als die Machtboten der Kurfürsten ihn zu Münchenangingen im Juli oder August 1314/ über ihren Vertrag nichterfreut/ sondern bestürzt sich zeigte/ und anfänglich Verschiedenesgegen den Ruf zur Krone einwendete. Den Ausschlag gab dieerregte Besorgnis von Oesterreich/ gelangte Friedrich auf denThron/ bald völlig umklammert und erdrückt zu werden/ wie denneiner der Machtboten dem geringe Luft Aeußernden (nach AbtVolkmar) rund heraus gesagt haben soll: es bleibe ihm nureins von beiden zur Wahl, entweder über das ganze Reich zuherrschen / oder auch das / waö er habe / an die Habsburger zuverlieren. Zu beklagen ist es allerdings/ daß er sich ans Reichwählen ließ/ zu beklagen nicht blos wegen des erfolgten Wider,standes der Habsburger/ sondern noch mehr wegen seines für ihnund Deutschland so traurigen Zwistes mit dem Kirchenoberhaupt.Ihm dürfte jedoch weniger als dem Gegenkönig zur Last zu legensein/ was da Ucbles entstand/ und vertheilt sich die Schuld/ dieungeheure Schuld des heillosen Zwiespaltes im Reiche unterViele / so muß die unparteiische Geschichte doch am meisten denhabgierigen Kölner Erzbifchof und den wahrhaft unsinnigenPfalzgraf Rudolf anklagen. Noch unverantwortlicher war dasBenehmen der geistlichen Kurfürsten / ja aus den Kölner fällteigentlich die ganze Schwere der Schuld; denn er stand an derSpitze der Gegenpartei/ er hat sie gebildet/ er gehalten/ under trieb es bis dahin / daß / als nach der zwistigen Wahl einWort von ihm hingereicht hätte/ vom Vacerlande daS UnglückdeS Bürgerkrieges abzuwenden/ sein Eigensinn ohne Rücksichtauf Gesetz und Herkomme»/ und ohne daß selbst der Pfalz-graf sich dabei einfand/ gleichsam ganz für sich allein den Gegen-könig zu Bonn statt zu Aachen krönte. Bis jetzt unerhört indeutschen Landen. Habsburg-Ocsterreich hatte Gründe mancherleiArt/ die Wiedererlangung der Reichskrone sehnlichst zu wünschen;aber auch der Bayer konnte für sich und sein Haus große Vor-theile/ und zuvörderst Abwendung gleich großer Gefahren hoffen/ward er als Retchsoberhaupt anerkannt/ und er verdient um soweniger Tadel/ weil ihm diese Ehre ungesucht von den einfluß-reichsten Wahlfürsten angetragen worden ist und wirklich in Aus-ficht stand/ ganz rechtlich durch Stimmenmehrheit ihrer theilhaf-tig zu werden. Verlangen / er hätte freiwillig zurücktreten sollen/alS sich die Gegenpartei zur Erreichung ihrer Absicht die ungc-sctzlichsten Schritte erlaubte/ Ludwig hätte zurücktreten solle«/