Band 
Achter Band.
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noch eine Zeitlang den Kampf fort, aber erkennend, daß es ihmnicht möglich, seinem Hause die Reichskrone zu erhalten, bot ersie sogar dem Könige von Frankreich an, mit welchem ein förm-

brunn, die Münchner ,c. hatten dem ersten wüthenden Anfall zn stehen.Es war um die Mittagszeit die Sonne blendend am klaren Herbsthim-mel wollte sich neigen. Da nimmt Schweppermann seinen linke»Flügel, wo ohnehin die geworfenen Böhmen sich erst sammeln mußten,etwas zurück, und läßt den rechten durch eine Schaar Geharnischter ausdem Gedränge retten. Dies ist der Zeitpunkt, um den tapfern Vorbe-halt in Bewegung zu setzen. Burggraf Friedrich sprengt mit seinenGeharnischten über das Flüßchen Jsen heran, wo er im Hinterhalte ge-legen und läßt ein habsbnrgisches Fähnlein flattern. Das täuschet.Lustig jauchzt es bei den Feinden: des Herzogs Leupold Fähnlein! SeinVortrab nahet! aber eines andern belehren die scharfen Streiche bald,welche in Seite und Rücken fallen; denn hier war mau eben im Ver-folgen der Böhme» ziemlich weit vorwärts gekommen und ohne Ordnung.Es reißt heillose Verwirrung ein, welche auch die gefangenen Böhmenzn benutzen wissen, um sich in Freiheit zu setze». Ungarn und Kuma-nen wenden sich zerstreut zur Flucht. — Solchergestalt faßt bald denKönig Friedrich nebst dem Rest seiner Tapfern das Bayernheer gleicheiner Zange links und rechts. Er wehrte sich auf das Mannhaftesteund soll eigenhändig bei 51) Mann niedergestreckt haben; doch es stürztsein Roß, von einem Dienstmann durchbohrt. Am Boden liegend fragteFriedrich eine» der Männer, die forderten, daß er sich ergebe, wer er sei,und auf die Antwort, er stehe unter dem Burggrafen, reichte der Ueber-wundene sein Schwert dar als Gefangener des Burggrafen. Nach einerandern Angabe rief er: „Vor diesem Kuhmaul habe ich mich heutenimmermehr erwehren können", damit auf den Schild des Rindsmanlschlagend, und entschied so den Streit mehrerer Kampfhclden, wer ihn zugefangen gemacht, und das ist glaublicher, einmal, weil sonst keiner außerdiesem Pfleger von Neustadt mit Namen als Vollbringer der rnhmwür-digen That angegeben wird, und zweitens, weil sich Friedrich nichtvon des Burggrafen, sondern von L u d w i g s Gefangenschaft lösen mußte,Rinds maul aber war bayerischer Ministeriale oder Dienstmann. Dochmag richtig sein, daß der Burggraf gleich herbeikam, und den erlauchtenGefangenen vor den König führte. Ludwig grüßte, mit gewohnter Ar-tigkeit ohne allen Hochmuth die Hand bietend: Vetter! Gerne sehen wirEuch! — Friedrich war zu niedergeschlagen, um etwas zu erwidern.Offenbar wurden die tapfern (österreichischen) Geharnischten in Stich ge-lassen, Fußvolk und Troß, voraus die ungarischen und kumanischcn Rei-ter retteten sich über den Znn nur zu eilig. Viele sollen, da die einzigeBrücke brach, im Wasser umgekommen sein. Die Sieger verfolgten fürheute nicht weiter, zufrieden, mit solchem Gewinne das Wahlfcld zn be-haupten. Beut« an Geräth gab es genug, aber wenig Lebensmittel in