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Achter Band.
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licher Vertrag deshalb abgeschlossen wurde. Der siegreiche Bayersuchte Freunde und Macht durch Verthcilung der Reichslehen zugewinnen/ aber nun trat Papst Johann XXII, der in Lud-wig einen andern Hohenstaufen fürchtete, und als Franzose, sowie in Avignon rcsidircnd gänzlich vom französischen Einfluß be-herrscht war, in einer Weise gegen ihn auf, dergleichen die Ge-schichte der katholischen Christenheit kein zweites Beispiel auszu-weisen hat. Er weigerte sich, sowohl Ludwig als Friedrichanzuerkennen, betrachtete den Thron des heiligen römischen Rei-ches als erledigt und glaubte sich berechtigt, nicht blos für Ita-lien sondern auch für Deutschland einen Verweser dieses Throneszu ernennen. Für Italien bestimmte er zu einem solchen KönigRobert von Italien und der Cardinal del Poggetto sollteals sein Legat diese Verordnung in Vollzug setzen ; aberLudwigsTruppen gewannen die Oberhand über die päpstliche Partei. Daließ er (8. Okt. 1323) einen sogenannten Prozeß an die Kirch-thüren zu Avignon anheften, folgenden Inhalts: In Anbetracht,daß derjenige einer Vcrirrung mitschuldig wird, welcher sie still-schweigend hingehen läßt, da er die Pflicht auf sich hätte, ihrentgegenzutreten, wollen Wir nicht ruhig zuschauen, daß durchverdammlichen Irrthum die Braut Christi erniedriget werde.Seit dem Ableben Heinrichs VII ist das Reich ohne Ober-Haupt; denn die Fürsten, welchen die Wahl des künftigen römi-schen Königs in dem durch Unsern apostolischen Stuhl von denGriechen auf Karl den Großen übertragenen Kaiserthume zu-steht, haben sich in ihren Wahlstimmen entzweit. Run gebühretuns nach anerkannten Grundsätzen das Recht, diese zwiespältigausgefallene Wahl wie auch die gewählten Personen selbst zuuntersuchen, zu erproben, anzunehmen, oder auch zurückzusetzenund zu verwerfen; doch das nicht achtend hat Unser geliebterSohn Ludwig, Herzog von Bayern, wie Jedermann weiß, daweder seine Wahl angenommen noch seine Person approbirt wor-den, sich den Namen eines römischen KönigS beigelegt, obwohl,bevor einer von den beiden Gewählten durch den apostolischenStuhl approbirt oder rcprobirt war, keiner sich besagten Namen

der ausgeplünderten Gegend. Heiter beim Nachtmahl, dem kärglichen,sprach König Ludwig, da die Diener entschuldigten, daß man nur einekleine Anzahl Eier aufzutreiben vermocht, das nie vergessene Wort: JedemMann ein Ei, dem frommen Schweppermann zwei!" Damberger.

D. B.

Can tu, Weltgeschichte. VIII.

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