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den und Ehren Beraubten die Strafe der Suspension und deSBannes verhängt. Während aber in Italien die immer grellerwiederholten Bannflüche keinen Eindruck machten, vielmehr dieghibellinische Partei sich immermchr verstärkte, die Guelfen ausRom flüchten mußten und das dortige Volk, da der Papst sichbeharrlich weigerte, an seinen Sitz zurückzukehren, den Ludwigförmlich berief: suchten die deutschen Prälaten, mit sehr weni-gen Ausnahmen, die Gnade Johanns nach und die geistlichenKurfürsten wagten kein Wort zu Gunsten Ludwigs, ließen denfallen, den sie doch gewählct. Herzog Leupold indeß versöhntesich mit König Johann von Böhmen, indem er allen Ansprüchenauf dessen Staaten entsagte. Da zog Ludwig (Ende 1324)mir bedeutender Streitmacht vor Burgau, einen starken Waffen-platz, der den Eingang zu den österreichischen Staaten hütete;alöbald eilt Herzog Leupold herbei und Ludwig muß, wegen desAbziehens der AugSburger und anderer Mannschaften zu schwach,dem Feinde zu stehen, unverrichteler Dinge (12. Januar 1325)von Burgau abziehen. Da that Ludwig, dem sicherlich nichtsmehr am Herzen lag als zu einem gütlichen Abkommen mit denHabSburgern zu gelangen, einen Schritt, durch den er am ehestendie Beendigung deS Bürgerkrieges und die Beilegung der kirch-lichen Mißhelligkeicen zu erreichen hoffen durfte, und war auchein bedeutender Theil Deutschlands und Italiens für ihn, sohatte doch seine Angelegenheit dadurch eine sehr kritische Wen-düng genommen, daß jetzt sämmtliche deutsche Erzbischöfe gegenihn. Chronisten melden, es sei ihm gerathen worden, Fried-rich, den Stein deS Anstoßes, die Hoffnung seiner Feinde, ausdem Wege zu räumen, durch Begraben in einen unbekanntenKerker oder auch durch förmliche Hinrichtung. WaS hätte ihmeine solche Grausamkeit wohl für einen Vortheil gebracht? Er-schreckt mag man den Gefangenen allerdings haben, indem ihmwie von Freundes Mund zugeflüstert wurde: Wegen der Ver-suche des Bruders Leupold sei beschlossen worden, ihn auf solcheWeise bei Seite zu schaffen. Ludwig schickte den eigenenBeichtvater, Konrad Tattendorfer, Augustincrprior vonMünchen, nach Trauönitz, welcher von der Sache mitFriedrichSBeichtvater, Gottfried, Kartheuserprior von Mauerbach, redete:wolle Friedrich auf daS Königthum verzichten und LudwigsFreund werden, so könne er nicht blos dem Kerker und Tod ent-gehen, sondern die günstigsten Bedingungen eines Bündnisses er-