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keinen Unterschied zwischen Guelfcn und Ghibellinen und unter-warf die einen wie die andern. Nur das staatsklugere und min-der leidenschaftliche Florenz widerstand der eigenthümlichen Be-zauberung, welche König Johann über die italienischen Städteausübte, und verband sich mit dem König Robert wider ihn.Er war zudem dem Papste verdächtig geworden, seitdem er dessenLegate» gegenüber sich aufs hohe Pferd gesetzt hatte, und nichtminder hatte auch der Kaiser, und nicht mit Unrecht, gegen diehalbfranzösischen Luxemburger (Johann und sein Oheim Erz-bischof Balduin von Trier) Mißtrauen gefaßt, so daß er einBündniß schloß mit dem Pfalzgrafen, den österreichischen Herzo-gen und dem Landgrafen von Meißen, und im Begriffe stand,in Mähren und Böhmen einzufallen. Da eilt der „FriedenSkönig"nach Deutschland zurück; eS gelingt ihm, das Mißtrauen desKaisers zu verscheuchen, seine Staaten zu retten und als ebenso geschickter Unterhändler wie tapferer Krieger den König vonPolen zu nöthigen, ihm einen Waffenstillstand zu bewilligen, wo-rauf er die Oestcrreicher und Ungarn zurückschlägt. Kaum aberist er wieder nach Frankreich geritten, angeblich um wiederholtzu versuchen, den Papst mit, dem Kaiser zu versöhnen, als dieUngarn und Oesterrcicher in Mähren einfallen und die KroneBöhmen nöthigen, gewissen Besitzungen zu entsagen, die ehedemzu Oesterreich gehört hatten. Zu Avignon richtete Johannnichts aus, aber in berühmten Turnieren trug er den Kampf-preiS davon und brachte einige Vermählungen zu Wege; auchempfing er von Philipp VI 100,000 Goldgulden, schlug 1600junge Edle zu Rittern und erschien plötzlich -wieder in Italien(1332), wo jetzt alle Städte einverstanden schienen, von ihm undseinem Sohne Karl, dem er seine Autorität in Lombardicnabgetreten, sich völlig loszusagen. Die Florentiner hoffte er zubeugen, indem er sich mit dem Kardinal-Legaten de Poggettoverständigte; da aber bald Geldmangel bei ihm eintrat, entsagteer den wettern Unternehmungen in Italien, verkaufte die ver-schiedcncn Städte den Familien, die sich ohnehin bereits in derenBesitz gesetzt hatten, und ging über die Alpen zurück.
Sein Sohn war unter den Augen des französischen KönigSaufgewachsen, der seinen slavischen Namen WenzeSlaö (Wen-zel) in den Namen Karl umgeändert hatte; und als dieser nun(1333) zum Markgrafen von Mähren und Statthalter von Böh-men ernannt wurde, zeigte er sich gänzlich unbekannt mit den