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dete sich der König Deutschlands an den Papst... Sehr umsich-tig hatten die Kurfürsten ihre Ausdrücke abgewogen: „der vonden meisten Kurfürsten, ob auch einige nicht zustimmen, gewählteRömische König bedarf nicht erst der Ernennung, Approbation,Confirmation, Zustimmung oder Autorisation von Seite dcS apo-stolischen Stuhles, um die Administration der Güter und Rechtedes Reiches an sich zu nehme» oder den Königstitel zu führen."Vom Kaisertitel redeten sie nicht. Ludwig dem Bayer konntealso nicht im Mindesten eine Schuld zuwachsen, daß er von sei-nem KrönungStage in Aachen an die Handlungen unternahm,welche einem rechtmäßigen Könige zustanden, daß er also nament-lieh auch von den geistlichen deutschen Reichövasallen den Lehens,eid forderte und jenen, die erwählt oder Lurch den Papst ernannt,den Eid weigerten, die Lehen vorenthielt; auch konnte ihm nichtzum Vorwurf gemacht werden, daß er sich endlich selbst der be-drängten lombardischen Ghibellinen anzunehmen suchte, da dieseben in seiner Verpflichtung lag und die ReichSgetrcuen cS un-gestüm forderten; ahndete es ja Johann XXll nicht, daßFriedrich v. Oesterreich sich dessen in Lombardicn unterfing,der doch ganz augenfällig die Stimmenmehrheit der Kurfürstennicht für sich gehabt! Nur Eines lastete auf Ludwig, daß ernämlich, als Jahre lang fortgesetzte gütliche Versuche zu Avignonnichts erzielten, voll Unmuth gegen den Willen Johanns XXII,ja trotz seiner Censuren nach Rom zog, sich dort zum Kaiserkrönen und sogar einen Gegenpapst aufstellen ließ. Das warsein einziges Verbrechen; diesen so unklugen als frevelhaftenSchritt, zu dem ihn die wälschen Ghibellinen fortgerissen, mußteund wollte er sühnen, er hatte seine Schuld reuig bekannt undum Auflegung der Kirchenbuße unterwürfigst nachgesucht, hattesich erboten, den Kaisertitel abzulegen, nur den königlichen vorbe-haltend, und erst nach erhaltener Absolution und nach verrichteterBuße, bestünde sie auch in mehrjährigem Kampfe gegen die Un-gläubigen, erst dann wollte er in der rechtmäßigen althergebrach-ten Weise um die Kaiserkrönung nachsuchen, bereit alles zu be-schwören und zu besiegeln, waS seine Vorfahren am Reich demheiligen Stuhle zugesagt. Wäre Bencdict XU zu Rom startzu Avignon gesessen, wäre er nicht vom Pariserhofe untermJoche gehalten und selbst gehindert worden, Legaten nach Deutsch-land zu entsenden, unmöglich hätte es schwer fallen können, aufbesagter Grundlage den so höchst nöthigen Frieden zwischen sa-