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der Erzbischof von Mainz, Heinrich v. Virneburg, standen,welche, da Eduard III von England und Friedrich derStrenge von Meißen die angebotene Krone auSschlugen, denGrafen Günther v. Schwarzburg als Gegenkönig aufstellten(1349, 6. Februar). Durch eine geschickte Politik wußte aberKarl seinen Anhang zu verstärken und Günther zu isoliren,so daß dieser vom Pfalzgrafen, mit dessen Tochter steh Karl ver-mählte, von Ludwig v. Brandenburg, den er vollauf imeigenen Lande beschäftigte, und dem Herzog Albrecht vonOesterreich, den er für sich gewonnen, verlassen — ohnehin anGift erkrankt (er starb bald darauf zu Frankfurt, 1349, 26. Mai),seine Ansprüche auf die Krone gegen eine Geldsumme an Karlabtrat. Derselbe war nun unbestrittener römischer König undließ sich, um ganz sicher zu stehen, nochmals wählen und zu Aachenkrönen. Von seiner StaatSklugheit und Geschicklichkeit im Un-terhandeln hoffte man Beilegung der Wirren, und bis zu einemgewissen Grade ward diese Hoffnung auch verwirklicht, aber dieInteressen des Reiches lagen ihm ungleich weniger am Herzen,als die Vergrößerung seines Hauses. Er vereinigte mit Böhmennach dem Absterben seines Schwiegervaters, Rudolfs von derPfalz, obgleich seine Gemahlin Anna bereits gestorben unddie Pfalz ein Mannslchen war, die Oberpfalz, durch Hcirath dienoch übrigen unabhängigen Fürstcnthümer in Schlesien, durchVertrag die Lausitz; seine mächtigste Erwerbung war aber dasKurfürstenthum Brandenburg, denn nachdem er von Ludwig dieAbtretung der Ansprüche auf die Oberlausitz und die Auslieferungder Reichsins,guten — die er wider sein Versprechen nach Pragbrachte — erlangt und mit ihm einen Erbvcrtrag geschlossenhatte — wie er auch mit dem Hause Oesterreich den früher be-standenen über gegenseitige Erbfolge erneuerte — wußte er Lud-wigs Nachfolger, den verschwenderischen Otto, zu vermögen,ihm gegen Geld auf eine gewisse Frist die Verwaltung der MarkBrandenburg zu überlassen, worauf er ihn nöthigte, dieselbe, je-doch unter Vorbehaltung der Kurwürde, gänzlich abzutreten (1373),und sie seinem Sohn Wenzel zu Lehen gab. Zu Prag, dasbereits von seinem Vater ein Stadtrecht erhalten hatte, stifteteer eine nach dem Muster der pariser eingerichtete Universität,mit vier Zungen, der böhmischen, bayerischen, polnischen undsächsischen, und erwirkte (1348) die Erhebung Prags zu einemErzbislhume, indem er dem Papste eidlich versicherte, daß die