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Vergütung zu empfangen. Sogar die Mönche, sagt er, verlassenihre Klöster, um zwei bis drei Jahre in entfernten Priorcien siebaufzuhalten; andere besuchen Märkte und Messen, treiben Handelwie die Weltlichen, führen einen ärgerlichen Lebenswandel.Wieder andere nehmen die Gebannten am Tische deS Herrn auf,segnen kirchlich verbotene Ehen ein und einschlagen sich ihrerVerpflichtungen gegen die Bischöfe, die sie lieber gewähren lassenals daß sie beständig in Rom anriefen.
Nicht minder kläglich ist das Bild, welches der Bischof vonMende entwirft; er ermähnt, die Exceptionell zu beschränken,welche die nothwendige Disciplin vernichten, nicht die Priestervon Kirche zu Kirche zu wechseln, sondern sie in derjenigen zubelassen, wo sie ausgeweiht worden; er wünscht, der Papst möchtekeine Pfründen an Fremde verleihen, so lange die Bisthumsgcist.lichkcit selber noch fähige Leute zähle, die noch nicht versehenseien; daß ein Zehntheil (vom Ertrag der erledigten Pfründe)armen Studirenden angewiesen würde, um hicdurch einen Nach,wuchs von guten Priestern zu erhalten. Vor allem aber hebt erhervor die Nothwendigkeit der Verbesserung der Studien, deSBelehrenS der Kleriker über die Glaubens- und Heilswahrhciten,der Beschäftigung mit den Originaltexten eher als mit den Com.mentaren, der Nöchigung der Studirenden, auf den Hochschulensich der Erlangung solider Kenntnisse zu widmen, nicht aber denEitelkeiten, den Schmausereien. dem Parteitreiben, den Intriguen.Er mißbilligt, daß in Rom alles käuflich sei unter dem Titel vonKanzlei, und ExpeditionSgebührcn, ebenso tadelt er die langen Er-ledigungen der Bischofssitze, welche Erledigungen die Curie gernebenutze, um die wegen der Ernennungen aufgeworfenen Fragenvor ihr Forum zu ziehen. Dagegen spendet er reichliche Lobsprücheden Bettelmönchen, diesen Religiösen von reinen und strengenSitten, von großer Gelehrsamkeit; die ausgezeichnetsten derselben,verlangt er darum, sollte man zur Leitung der Seelen auswäh.lcn und die Mannigfaltigkeit ihrer Studien und ihrer Thätigkeitals Prediger beschränken, auf daß sie vor allem wohlgegründetseien in den Glaubenslehren.
UebrigcnS war dieses den im vorigen Jahrhundert gestiftetenOrden gespendete Lob weit entfernt davon, ein einhelliges zusein. Sie hatten unbezweifelt eingebüßt an jener erhabenen, be-gcisterungsvollen Innigkeit, welche sie in der Zeit ihres Entstehensbelebt hatte: die einen wurden untren der Armuth, mit welcher