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nen Wählern bereits gänzlich getrennt hatte, sich NieolauS Vunterwerfen, die BaSler Synode hörte auf (16. Mai 1449) undder Kirche war der Friede wiedergegeben.
Hätte das BaSler Conzil eS sich ernstlich angelegen sein las-sen, mit Klugheit und Liebe die nothwendigen Reformen in derKirche zu bewerkstelligen, es hätte dann dem großen Unheil vor-beugen können, welches im folgenden Jahrhundert über die Kirchehereinbrach. Aber nur von der Leidenschaft geleitet, war ihmnicht genug, die päpstliche Gewalt zu beschränken, waS auch daSKostnitzer Conzil gethan, sondern es wollte seine eigene an derenStelle setzen; damit bereitete cS aber Deutschlands offene, Frank-reichs verdeckte Empörung vor. Die Superiorität des allgemei-nen ConzilS über den Papst wurde in Deutschland und Frankreichanerkannt; da aber zugleich der Grundsatz aufgestellt ward, daßnur der Papst dasselbe berufen könne, so blieb eigentlich dochAlles beim Alten, und wenn die jetzt mit den beiden Rationengeschlossenen Verträge einige Prärogative des heil. Stuhles an-tasteten, so ließen sie dafür die hauptsächlichsten unberührt be-stehen.
Dreizehntes Kapitel.
Huftten. — Sigismun- und seilte Nachfolger. —
Ungarn.
Husiten.
Am Feuer, welches Johann Hus und HieronymuS v.Prag zu Konstanz den Tod gab, entzündete sich in Böhmen einefurchtbare Gluth. Deren Anhänger, welche bis dahin durch ihrAnsehen im Zaum gehalten worden und sich begnügt hatten, Ge-wissensfreiheit zu fordern, standen nun voll Wuth auf, um Blutmit Blut zu rächen, namentlich an den Deutschen, die sie als dieUrheber dessen betrachteten, was in ihren Augen ein entsetzlichesVerbrechen war. JakobelluS v. Misa, Professor der Philo-sophie zu Prag, trat mit der Erklärung hervor, die Laien dürf-ten des Kelches nicht beraubt werden (während HuS nur gerathen