Band 
Achter Band.
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der Erbin von Neapel, vermählte, erlangte er für seinen zweitenSohn Andreas das Anrecht auf diesen Thron, welcher für ihnsehr verhängnißvoll werden sollte.

Sein ältester Sohn und Nachfolger Ludwig (1342) er-warb sich den Namen des Großen durch vierzigjährige Kriegs-unternehmungcn, deren bedeutendste die Eroberung von Neapelist, von welcher anderweitig die Rede sein wird. Er nahm denVencttanern Spalatro, Zara, Trau, Ragusa ab, gelangte sogarzur Besteigung deS polnischen Thrones, und indem er Boönicn,Serbien, die Bulgarei, Moldau und Walachei unter seinemSzepter vereinigte, dehnte er sein Reich vom adriatischen biszum schwarzen Meer und der Weichselmündung aus. Er ver-legte den Sitz der Regierung von Wissejhrad nach Buda-Pesth,verjagte die Juden und Wucherer, hob die Gottesurtheile auf,und versuchte unter seine Unterthanen die vorgerücktere Kulturund Sittigung einzuführen, welche sie durch den Kriegszug nachItalien kennen gelernt. Er gründete die erste ungarische Uni-versität zu Fünfkirchcn, legte die berühmten Weinpstanzungen zuTokai an, bestimmte gesetzlich die Leistungen der Bauern und ge-währte den großen Grundeigenthümcrn die Vorrechte des Adels.

Nach ihm (1382) ward seine Tochter Maria gekrönt, abereine ansehnliche Partei begünstigte den König von Neapel, Karlvon Durazzo (der Kleine), dem es auch gelang, sich zum Kö-nige ausrufen zu lassen; aber die Königin Wittwe Elisabethließ ihn ermorden (1386). Alsbald bemächtigten sich die entrü-steten Ungarn ihrer und ihrer Tochter; jene starb, diese ward vonihrem Gatten Sigismund, der aus Brandenburg mit einemHeere herbeieilte, befreit, und er verblieb nach ihrem Tode (1392)im Besitze des Thrones. Aber sowohl im Reiche wie in Böhmenund an anderen Orten zu sehr in Anspruch genommen, vermochteer die unruhigen Ungarn nicht im Zaume zu halten, welche zuglauben vorgaben, er sei in der unglücklichen Schlacht bei Niko-poliS gegen Sultan B aj az et gefallen, und Lad islaus V, SohnKarls II und König von Neapel, zum Könige erwählten (1396).AlS sodann SigiSmund (1400) über Konstantinopel und Dal-matten nach Ungarn zurückkehrte, überfielen ihn die Unzufriedenenund hielten ihn eine Zeit lang gefangen; aber durch Unterhand-lung mit den Magnaten erlangte er daS Reich wieder. Durchweise Verordnungen befestigte er sich nun dergestalt, daß LadiS-laus sich nun genöthigt sah, Dalmatien, wo er sich noch behauptet