Band 
Achter Band.
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auch Jagello genannt, König von Polen — der sich mit KönigAlbrechts Wittwe Elisabeth vermählen sollte, als sie plötz-lich (1442) starb und dem die ungarische Krone vor der Geburtdes LadiSlauS angetragen worden — ward zwar durch dasBetreiben einer mächtigen Partei zu Stuhlweißenburg gekröntund vertheidigte das Reich mit Tapferkeit und Erfolg gegen dieTürken, mußte aber doch sich mit der eventuellen Thronnachfolgeund der Regentschaft begnügen. AlS Mcschid-beg in Sieben-bürgen einfiel, schloß er sich dem Hunyades an bei den glück-lichen Unternehmungen gegen die Türken, welche nach ihrer Nie-derlage bei Jalowacz einen sehr günstigen zehnjährigen Waffen-stillstand anboten, durch welchen sie die Walachei, alle FestungenSerbienS und die Herzogewina an Ungarn abtraten und nurBulgarien behielten. Der feierlich bcschwornc Friede ward aberdennoch gebrochen und so kam es, wie wir schon anderweitig be-richtet, zur großen Schlacht bei Varna (11. November 1444),welche die Ungarn verloren und die dem Wladislaw dasLeben kostete. Der darauf zum ReichSstatthalter ernannte großeJohann v. Hunyad — der sich selbst als Krieger Christi be-zeichnete, während die Walachen ihn den weißen Ritter, denTeufel nannten, und welcher mit wechselndem Glück den Kriegmit den Türken fortsetzte — bewirkte die Anerkennung des un-mündigen LadiSlauS V; da aber Friedrich 111, als seinVormund, den jungen König eben so wenig nach Ungarn, woer erzogen werden sollte, entlassen wollte, wie er die Krone deSheiligen Stephan und die besetzten Landstriche und Städte heraus-gab, fiel Hunyad in Oesterreich ein und reizte dessen Adel zumAufstande gegen den Kaiser, der jedoch erst später (1452) Lurchden vom Wiener Bürger Gölzer angestifteten Aufstand derStadt Wien und durch die plötzliche Erscheinung HunyadS vorWienerisch-Ncustadt genöthigt werden konnte, den jungen Königder Aufsicht seines GroßoheimS, deS Grafen Cillcy, zu übergeben.Ladislaus, König von Ungarn und Böhmen, Herzog von Oester-reich und Steter, regierte nur kurze Zeit (1453—57), denn erstarb schon im siebenzehnten Jahre plötzlich zu Prag, wo er seinBeilager mit der Tochter LeS französischen Königs Karls VIIzu feiern gedachte. Mehrere Fürsten, namentlich aus dem HaufeOesterreich, bewarben sich nun um den ungarischen Thron, denaber die Anhänger der Hunyaden durch Waffengewalt dem jungenMatthias, genannt Corvinus, Sohn des Johann v. Hu-