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nyadeS, verschafften, während Georg Podiebras die böh-mische Krone erhielt. Als Reichsregent hatte sich der letztereden Utraquisten geneigt bezeigt, weshalb er vom Papste gebanntund abgesetzt wurde. Nun strebte Matthias CorvinuS auchnach der böhmischen Krone, allein dieselbe ward LadislauS(Wladislaw) II, dem Sohne des KönigS von Polen, zu Theil.
Friedrich III, jetzt alleiniger Erbe der drei Linien Oester-reich, Steier und Tyrol, saß zu Wien in gemächlicher Unthälig-keit und ließ das Reich sich verzehren in beständig sich erneuern-den Kriegen, und während Deutschland der Zerrüttung entgegen-ging, erhob er sein Haus auf den Gipfelpunkt der Größe.
Das Haus Burgund.
DaS HauS Burgund — abstammend, wie wir gesehen, vonPhilipp dem Kühnen, dem Sohne Johanns des Güti-gen, KönigS von Frankreich — hatte mir seiner Grafschaft dengrößten Theil der Niederlande vereinigt, und dazu Karl derKühne den Breisgau und die österreichischen Besitzungen imElsaß erworben, von wo er lüsterne Blicke auf Lothringen unddie Schweiz warf. Er setzte seinen Ehrgeiz daran, alö Fürstüber so reiche und blühende Länder eine Königskrone zu tragen,und knüpfte deshalb mit dem Kaiser Friedrich Unterhandlun-gen an, dem er die Hand seiner einzigen Tochter Maria fürden Sohn Maximilian anbot (1473). Zu einer Zusammen-kunft in Trier brachte Karl 8000 Pferds 6000 Lanzen zu Fußund ein glänzendes Gefolge von Edelleuten mit, überhaupt einensolchen Prunk entfaltend, daß sein Mantel allein über 200,000Goldguldcn werth war, gegen welche Pracht denn das ärmlicheAuftreten des Kaisers einen wunderlichen Concrast bildete. Dasie aber einander mißtrauten, kam nicht nur keine Vereinigungzwischen ihnen zu Stande, sondern sie geriethen sogar in Krieg;jedoch versöhnten sie sich wieder, indem Friedrich seine Bun-desgenossen, die Lothringer und Schweizer, im Stiche ließ. Da-gegen verbündeten sich nun diese beiden Völker, und als Karlin die Schweiz einfiel, ward er geschlagen, sowie er bald daraufunter den Mauern NanzigS fiel (1477).
Die burgundischen Händel.
Da mit ihm das HauS Burgund erlosch, machte Frankreichseine Ansprüche geltend auf diejenigen burgundischen Landestheile,