Band 
Achter Band.
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Matthias Corvimis.

Maximilian I war als römischer König anerkannt worden,als Matthias, um Friedrich dafür zu bestrafen, daß er denWladiSlaw mit Böhmen belehnte und sich weigerte, die unga-rischen Kroninsignien herauszugeben, in Oesterreich einfiel, sogarder Hauptstadt sich bemächtigte (l485). AlS würdiger Sohn sei-nes großen Vaters setzte er beharrlich den Krieg mit den Türkenfort, welche von BoSnien aus Dalmatien, Kroatien, Slavonienund Siebenbürgen beunruhigten. Als ein Bewunderer und Ken.ncr der Alten beschäftigte er sich mit der Umgestaltung der un-garischen Kriegsverfassung und bildete ein stehendes Fußvolk,welche Waffengattung bisher in Ungarn nicht gebräuchlich ge-wesen, und den Janitscharcn stellte er seine „schwarze Leibgarde"entgegen, welche Ausgezeichnetes leistete durch daS Bewußtseinder militärischen Ehre, daS er zu wecken verstand. Streng aufSubordination und regelmäßige Uebungen des HeereS haltend,wußte er doch durch einen vertraulichen Verkehr mit ihnen derKrieger Herzen zu gewinnen und fast einen Jeden kannte er per-sönlich und namentlich. Eines TageS schlich er steh allein inStürkische Lager, verkaufte einen ganzen Tag lang Lebensrnittelvor dem Zelte deS Pascha und konnte demselben nachher die Spei-sen bezeichnen, die ihm waren vorgesetzt worden. In derselbenWeise war er in Wien, während er die Stadt belagerte, hieltsich in derselben ruhig auf und verließ sie, indem er ein Rad vorsich her trieb. Nach der Belagerung und Einnahme von Wie-tierisch Neustadt schenkte er den Einwohnern sein Bildniß alsBeweis seiner Achtung. — Er laö alle an ihn gerichteten Brieseund schrieb oder dictirte alle Antworten in kurzen, aber bestimm-ten Ausdrücken. So zeigte er dem Papste an: Eure Heiligkeitmöge versichert sein, daß eher die ungarische Nation das Doppel-kreuz in ihrem Wappenschildc in ein dreifaches umgestalten würde,als daß sie über die Pfründen, deren Vergebung ein Kronrechtist, dem apostolischen Stuhle Verfügung gestattete; und an dieBewohner von Buda schrieb er: Mathias, von GotteS GnadenKönig von Ungarn. Guten Tag, Bürger. Wenn ihr nicht allevor dem Könige erscheint, werdet ihr euere Köpfe verlieren.Gegeben zu Buda. Der König.

Er ordnete daS Rcchköwesen und verbesserte die Gerichtsver-fassung, insbesondere durch den Erlaß des Deeietum inn^u8, eineArt von Transaktion zwischen den Edlen und dem Volke. Jene